Autor: Hannes Koch

  • Die Schuldenbremse funktioniert nur in guten Zeiten

    Kommentar von Hannes Koch Die Schuldenbremse ist eine gute Idee, obwohl sie nicht funktionieren wird. Weil die große Koalition jetzt beschließt, eine zusätzliche Staatsverschuldung mehr oder weniger zu verbieten, wird es künftig schwerer durchsetzbar sein, die nachfolgenden Generationen mit immer neuen Krediten zu belasten. Trotz dieses heilsamen, neuen Zwangs zur Sparsamkeit wird aber eine hohe Weiter lesen

  • „Gütesiegel für Unternehmen“

    Ein Zertifikat für soziale und ökologisch vorbildliche Firmen fordert die grüne Verbraucherpolitikerin Nicole Maisch. Kritik an Ministerin Ilse Aigner Hannes Koch: Die neue Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherpolitik hat die ersten 100 Tage im Amt absolviert. Was hat CSU-Frau Ilse Aigner bisher geleistet? Nicole Maisch: Sie hat eine Telefon-Hotline finanziert, um besorgten Kapitalanlegern Fragen zur Weiter lesen

  • Steinbrück treibt Bankenregulierung voran

    Finanzminister hofft auf Konsens zur Kontrolle risikoreicher Hedgefonds. Ab morgen tagen die wichtigsten Industriestaaten in Rom und beraten über die Finanzkrise Ein internationaler Konsens zur besseren Steuerung des Finanzsystems zeichnet sich ab. Dazu gehöre die „direkte Regulierung“ von Hedgefonds, sagte Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen am Mittwoch. Wenn ab morgen die Finanzminister der wichtigsten Industriestaaten (G7) in Weiter lesen

  • „Merkel hat versprochen und gehalten“

    Der Afrika-Aktivist und Rocksänger Bob Geldof lobt die Kanzlerin für die Erhöhung der Entwicklungshilfe. Gleichzeitig kritisiert er die Agrarpolitik als „Protektionismus der übelsten Sorte“ Hannes Koch: Sie fordern die Bundesregierung auf, ihre Entwicklungshilfe für Afrika zu erhöhen. Wie stark leidet der Kontinent unter der Finanz- und Wirtschaftskrise? Bob Geldof: Der Einbruch fällt nicht so stark Weiter lesen

  • Hohes Tempo trotz Bremse

    Die Schuldenbegrenzung könnte wirkungslos bleiben, weil die Koalition Ausnahmeregelung beschließt Die große Koalition hat ein Verfahren beschlossen, um die Staatsschulden zu verringern. Jede Generation soll ihre eigenen Schulden bezahlen und sie nicht an ihre Kinder weitergeben. Ob diese „Schuldenbremse“ allerdings jemals die erhoffte Wirkung erzielen wird, ist fraglich. Die Verhandlungsführer Peter Struck (SPD) und Günther Weiter lesen

  • Die Krise lässt sich nicht wegzaubern

    Dem Weltwirtschaftsforum in Davos fällt es schwer, eine Antwort auf die Turbulenzen an den Finanzmärkten zu finden Wenn Klaus Schwab spricht, klingt es ein bisschen, als wolle er die Welt neu erschaffen. Als ließe sich, wäre man nur guten Willens, eine Art Paradies auf Erden einrichten. Alle Menschen würden sich an den Händen fassen und Weiter lesen

  • „Unregulierte Märkte nicht dulden“

    Werner Wenning, Vorstand der Bayer AG, über das Weltwirtschaftsforum in Davos und die Notwendigkeit eines besseren Rahmens für die Finanzbranche Hannes Koch: Was kann das World Economic Forum im Krisenjahr 2009 leisten? Werner Wenning: Wir kommen hier einer ehrlichen Diagnose dessen näher, was in den vergangenen Jahren passiert ist. Koch: Welche Fehlentwicklungen sehen Sie? Wenning: Weiter lesen

  • „Eine lange Depression ist möglich“

    Der Ökonom Nouriel Roubini warnt davor, dass die Rettungspakete gegen die Finanzkrise wirkungslos bleiben Hannes Koch: An die große Finanzkrise wollte beim Weltwirtschaftsforum im vergangenen Jahr kaum jemand glauben. Was war der Grund für diese Ignoranz? Nouriel Roubini: Das war schon 2007 so. Als ich damals vor der Finanzkrise warnte, wollte es niemand hören. Später, Weiter lesen

  • Weltwirtschaftsforum

    Infokasten Das 39. World Economic Forum, das vom 28. Januar bis zum 1. Februar in Davos stattfindet, steht unter dem Titel „Shaping the post-crisis world“ – frei übersetzt: Wie geht’s nach der Finanzkrise weiter? Fast 50 Regierungschefs haben sich angesagt. Wer die neue US-Regierung vertritt, ist noch unklar. Das Kongresszentrum und die Hotels des Schweizer Weiter lesen

  • „Der Staat sollte sich aus der Betriebswirtschaft heraushalten“

    Wirtschaftsweiser Peter Bofinger plädiert für ein neues Primat der Politik, betrachtet aber die Verstaatlichung von Banken nur als Notlösung Hannes Koch: Die Wirtschaftseliten sind in der Defensive. Wird das neue Primat der Politik von Dauer sein? Peter Bofinger: Wir erleben gerade einen schweren Unfall des Kapitalismus. Trotzdem ist die Gefahr groß, dass die, die das Weiter lesen

  • Der Gipfel der Bescheidenheit

    Wenn am Mittwoch das diesjährige Weltwirtschaftsforum in Davos beginnt, ist die Stimmung schlechter als sonst. Die Managerelite steht unter dem Druck der Politik Normalerweise weiß Klaus Schwab sehr genau, wie sich die Welt entwickelt. Als Chef des Weltwirtschaftsforums steht der asketische Siebzigjährige mit der Globalisierung und den Weltmärkten auf Du und Du. Doch diesmal, zum Weiter lesen

  • Investition in Gerechtigkeit

    Kommentar von Hannes Koch Viele Menschen schauen nach Amerika – nicht nur wegen Obama. Ein Beleg für die USA-Euphorie ist, dass ein von dort stammender Begriff neue Bedeutung erhält. Einen „Green New Deal“ fordern Grüne, Gewerkschafter und Globalisierungskritiker – ein kombiniertes Programm gegen Armut, Umweltzerstörung und Finanzkrise. Mit seinem New Deal beendete US-Präsident Franklin D. Weiter lesen

  • „NGOs sollten Banken kontrollieren“

    Interview mit Präsidentsschaftskandidatin Gesine Schwan über die Finanzkrise und ihre Chancen nach der Hessen-Wahl Hannes Koch: Frau Schwan, glauben Sie wirklich, dass Sie Bundespräsidentin werden? Gesine Schwan: Ich rechne mir realistische Chancen aus. Und das sage ich nicht nur, weil ich das sagen muss. Für die Wahl am 23. Mai gibt es zwei Szenarien: Die Weiter lesen

  • Die Schlechten ins Kröpfchen

    Finanz- und Bankenkrise ohne Ende: Muss eine staatlich finanzierte Notbank die gebeutelten Privatinstitute vor dem Zusammenbruch bewahren? Die deutschen Banken haben sich von der Finanzkrise noch nicht erholt. Im Gegenteil: Sie halten Wertpapiere, die einst 300 Milliarden Euro wert waren, jetzt aber fast nichts mehr einbringen. Das Bundesfinanzministerium schätzt die Summe der faulen Papiere sogar Weiter lesen

  • Koalition beschließt Lohnuntergrenze für Zeitarbeiter

    Die genaue Höhe wird Ende Januar festgelegt. Mindestlohn auch für Abfallwirtschaft, Wachdienste und andere Branchen. Rund 3,5 Millionen Beschäftigte sind abgesichert Viele Beschäftigte bei Zeitarbeitsfirmen können auf einen höheren Lohn hoffen. Nach einjähriger Debatte hat sich die große Koalition jetzt geeinigt, eine einheitliche Lohnuntergrenze für die Branche einzuführen. Den genauen Betrag wird Bundesarbeitsminister Olaf Scholz Weiter lesen

  • Wünschenswert, aber nicht machbar

    Kommentar von Hannes Koch Gemessen am Machbaren ist das Konjunkturpaket gut. Mit ihren Maßnahmen reagiert die Bundesregierung vergleichsweise schnell auf die sich ausbreitende Finanz- und Wirtschaftskrise. Das 50-Milliarden-Euro-Programm stellt einen soliden Kompromiss dar zwischen den Interessen der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD. Selbst eine Woche vor der Landtagswahl in Hessen sind die konkurrierenden Koalitionäre in Weiter lesen

  • Familie Gutleb sagt „Danke“ für 550 Euro

    Am Beispiel der Familie Wenig und der Familie Gutleb, zweier Modell-Haushalte, zeigen sich die finanziellen Auswirkungen des Konjunkturpakets der Bundesregierung Vater Walter Wenig arbeitet als Schichtführer beim Wachschutz, wo er rund 2.100 Euro brutto monatlich verdient. Seine Frau Elisa Wenig ist Hausfrau. Weil die große Koalition den Grundfreibetrag erhöht und den Eingangssteuersatz senkt, hat die Weiter lesen

  • Die Politisierung der Ökonomie

    Kommentar von Hannes Koch Die alten Wörter taugen nicht mehr. Es ist keine Verstaatlichung der Commerzbank, wenn die Bundesregierung im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise nun 25 Prozent des angeschlagenen Institutes übernimmt – da hat SPD-Chef Franz Müntefering durchaus Recht. Der Begriff „Verstaatlichung“ stammt aus den vergangenen Zeiten des Klassenkampf zwischen Arbeit und Kapital. Heute Weiter lesen