Kategorie: Soziales

  • Pille mit unbekannten Nebenwirkungen

    Die Folgen eines flächendeckenden Mindestlohnes lassen sich nicht genau vorhersagen In den nächsten Wochen entscheidet sich, ob es in Deutschland künftig einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn gibt. Vermutlich wird in den Koalitionsverhandlungen einer der letzten Punkte sein, in denen SPD und Union sich einigen. Für die Sozialdemokraten steht viel auf dem Spiel. Ohne eine Lohngarantie von Weiter lesen

  • Niedriglöhne verursachen Schaden

    Mindestlohn, ja bitte. Union und SPD sollten aber differenzierte Lohnuntergrenzen für Regionen und Branchen beschließen 2,84 Euro Stundenlohn sollte der Angestellte eines Computerhandels im brandenburgischen Lübbenau verdienen. Der 52jährige Arbeitslose nahm die Stelle trotzdem an und machte seinen Job. Nicht er rebellierte gegen seine Arbeitsbedingungen, sondern das Jobcenter, das ihm aufstockendes Arbeitslosengeld zahlte, klagte schließlich Weiter lesen

  • Relativ, aber zu groß

    Kommentar zur Armut von Hannes Koch Armut ist relativ. Deshalb gibt es sie grundsätzlich immer – auch wenn die Gesellschaft noch so reich erscheint. Diejenigen, die über die wenigsten Mittel verfügen, welche diese auch immer sein mögen, sind arm. Und doch darf man die Armutsquote nicht ignorieren. Die Größe des Bereichs gibt Auskunft darüber, wieviele Weiter lesen

  • Die schleichende Verarmung der Alten

    Immer mehr Rentner landen in der Grundsicherung Immer mehr Rentner landen in der Grundsicherung. Besonders betroffen sind Frauen in Westdeutschland. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten dazu. Ist Altersarmut ein großes Problem in Deutschland? Bislang war der Anteil der sehr armen Rentner vergleichsweise gering. Darunter verstehen Fachleute jene Senioren, deren Einkommen unterhalb der Grundsicherung Weiter lesen

  • "Das Realsplitting ist eine Steuererhöhung"

    Im Interview: Katharina Wrohlich „Es geht um ein Bündel von Zielen“ Katharina Wrohlich vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist eine der Autorinnen eines Gutachtens über die Wirkung der Familienpolitik. Die 36-jährige Volkswirtin hält Reformen für notwendig. Frage: Frau Wrohlich, sind Sie eigentlich sauer auf Familienministerin Kristina Schröder, weil sie das Gemeinschaftsgutachten zur Familienpolitik ganz Weiter lesen

  • Gute oder schlechte Familienförderung?

    Bundesregierung und Wissenschaftler bewerten den Erfolg von Kindergeld & Co unterschiedlich Familienpolitik ist längst kein „Gedöns“ mehr, wie es Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder einmal nannte. Vielmehr stoßen auf diesem Feld viele unterschiedliche Interessen aufeinander. Da sind die Eltern mit ihren Kindern, da ist die Wirtschaft, die Nachwuchskräfte und qualifizierte Frauen braucht. Oben drüber rangiert der Staat Weiter lesen

  • Geldnot macht Staaten erfinderisch

    Neue Steuern werden selten wieder abgeschafft / Umfallen ist politischer Alltag Die alten Ägypter waren besonders einfallsreich, als die Pharaonen ihren Untertanen etwas abnehmen wollten. Sie hoben in der Nähe des Nils tiefe Schächte aus, die Nilometer. Darin wurde eine Skala angebracht mit der der Grad an Überschwemmungen gemessen werden konnte. Je mehr fruchtbaren Boden Weiter lesen

  • „In Krisen nimmt das Gefühl für Ungerechtigkeit ab“

    Jürgen Schupp erforscht das Glück der Deutschen. „So zufrieden wie vor 30 Jahren sind wir heute nicht“ Hannes Koch: Für die Zeit nach der Bundestagswahl versprechen die Parteien, den Strompreis zu deckeln, die Steuern wahlweise zu erhöhen oder zu senken. Spielen die Aussichten auf solche finanziellen Vor- oder Nachteile eine Rolle dafür, ob die Deutschen Weiter lesen

  • Auch Hartz kann Langzeitarbeitslosigkeit nicht stoppen

    Die Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt wieder an. Unternehmen entziehen sich der sozialen Verantwortung Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie lange nicht mehr. Das führen viele Fachleute und Politiker auf die Hartz-Reformen zurück. Mit dem Abschluss 2005 und der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Arbeitslosengeld zum Arbeitslosengeld II, kurz Hartz IV getauft, sollten verkrustete Strukturen aufgelöst und Weiter lesen

  • Plädoyer für den Rückzug vom Land

    Soll man Dörfer in dünn besiedelten Regionen abbauen? Töpfer rät, Anspruch gleichwertiger Lebensverhältnisse aufzugeben Das Leben auf dem Land und in vielen kleinen Dörfern dürfte in den kommenden Jahrzehnten deutlich unbequemer werden. Wegen des Rückgangs der Bevölkerung sei die teure öffentliche Infrastruktur dort bald nicht mehr zu finanzieren. Auf diese Botschaften läuft die neue Studie Weiter lesen

  • Ungerechtigkeit fördert Finanzkrisen

    40 Prozent ihres Einkommens haben die ärmsten Bürger zwischen 1991 und 2010 verloren Aufschwung, mehr Arbeitsplätze, steigende Löhne – alles gut in Deutschland? Diese Frage will Ökonom Gustav Adolf Horn nicht bejahen. Abgesehen davon, dass er als Chef des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie (IMK) kritisch sein muss, präsentierte Horn am Freitag Fakten: Demnach ist die Weiter lesen

  • Der Sozialstaat frisst, anstatt zu geben

    Sozialrichter Borchert analysiert, warum Deutschland das Ziel verfehlt, die Lebensrisiken seiner Bürger abzusichern Deutschland sei der „Weltmeister der sozialen Ungerechtigkeit“. Mit dieser Ansage wirbt der Verlag für das aktuelle Buch von Jürgen Borchert, dem Vorsitzenden Richter am Hessischen Landessozialgericht. Es heißt „Sozialstaatsdämmerung“. Darin analysiert der parteiungebundene, einem aufgeklärten linken Spektrum zuzurechende Jurist, wie Beschäftigte mit Weiter lesen

  • Die Schulnote verliert an Wert

    Das Anforderungsprofil der ausbildenden Betriebe verändert sich / Chancen für schlechte Schüler könnten dadurch steigen Viele Fahrgäste sind auf die Deutsche Bahn nicht gut zu sprechen. Bei den Schulabgängern ist der Konzern dagegen recht beliebt. Um die 4.000 Ausbildungsplätze, die das Unternehmen in diesem Jahr anbietet, bewerben sich rund 50.000 Kandidaten. Bei der Auswahl geeigneten Weiter lesen

  • Deutschland hebt die Augenbraue

    Europäische Bürgerinitiative für das bedingungslose Grundeinkommen Eine Idee gegen die Krise: 58.363 Bürger Europas haben bislang die Europäische Bürgerinitiative für das bedingungslose Grundeinkommen unterzeichnet. Wenn bis Mitte Januar nächsten Jahres eine Million Unterschriften aus den EU-Staaten zusammenkommen, muss die EU-Kommission bei den Mitgliedsländern darauf drängen, dass diese das Projekt vorantreiben. Das ist der innovative Versuch Weiter lesen

  • Künftigen Rentnergenerationen droht die graue Wohnungsnot

    Weniger Geld und höherer Pflegebedarf – geeignete Wohnungen fehlen Millionen der heute 40-jährigen müssen sich auf erhebliche Wohnungsprobleme im Alter gefasst machen. Das geht aus einer unter anderem von Deutschen Mieterbund (DMB) getragenen Studie des Pestel-Instituts hervor, die sich mit dem „Wohnen 65plus“ beschäftigt. „Wir brauchen viel mehr alterngerechte und barrierearme Wohnungen“, sagt DMB-Chef Lukas Weiter lesen

  • Mehr Geld für Familien statt mehr Kinder

    Wahlversprechen für die Eltern Nach der Wahl will die Union den Familie mehr Geld zukommen lassen. Die Geburtenrate ist nicht das Hauptziel der Familienpolitik. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten dazu: Welche Familien sollen nach der Wahl besser gestellt werden? Bleibt die Union an der Macht, können Eltern auf mehr staatliche Unterstützung für ihre Weiter lesen

  • Bezahlbare Neubauwohnungen nicht in Sicht

    Wohnungswirtschaft sucht Allianz mit der Politik. Unterschiedliche Mietentwicklung in Stadt und Land. Treiben Baustoffhersteller die Mieten hoch? Die großen Wohnungsbaugesellschaften sehen keine Entspannung für die Mietentwicklung in Ballungsgebieten. Insbesondere für Mieter mit geringem Einkommen wird die Versorgung mit neuen Wohnungen schwierig. „Die Bautätigkeit reicht in den großen Städten noch bei weitem nicht aus, die Nachfragezuwächse Weiter lesen

  • Unvermeidbare Ungerechtigkeit

    Kommentar zum Kinderbett von Hannes Koch An harten Entscheidungen kommen Politiker, die den Sozialstaat gestalten wollen, meist nicht vorbei. Was gehört zum menschenwürdigen Existenzminimum, was ist schon bescheidener Wohlstand – eine Harke, um Gartengemüse zu ziehen, die Reinigung des Wintermantels, ein Laib guten Brotes? Für solche Dinge erhalten Hartz-IV-Empfänger heute kein Geld. Sie müssen mit Weiter lesen