Kategorie: Wirtschaft
-
„Wir müssten auf Wohlstand verzichten“
Der Vorschlag, die Euro-Zone zu spalten, sei „kein verantwortungsvoller Beitrag“, sagt Ökonom Michael Hüther. Auch für Deutschland „würde das zu enormen Belastungen führen“. Wie kann man den Euro stabilisieren? Darüber verhandelt der EU-Gipfel in der kommenden Woche. Wirksame Maßnahmen der Euro-Länder gegen die horrende Staatsverschuldung und die Abwehr der Spekulationsangriffe gegen einzelne Euro-Staaten stehen auf Weiter lesen
-
Einwanderer heißen in Kanada „Newcomer“
Koalitionsausschuss: Regierung streitet über Einwanderung. Schweden und Kanada wählen Arbeitsmigranten dagegen gezielt aus. Die Kriterien sind unter anderem Sprachkenntnisse und Berufsqualifikationen Wenn CDU-Arbeitsministerin Ursula von der Leyen für mehr Einwanderung plädiert, ist ihr massiver Widerspruch aus der eigenen Regierung gewiss. CDU und CSU wollen den Zuzug von Arbeitskärften aus dem Ausland in engen Grenzen halten. Weiter lesen
-
Undemokratische Unternehmen
Enthüllungen durch Wikileaks: Amazon, Mastercard und andere Konzerne behindern die öffentliche Debatte Die meisten Unternehmen sind kein Hort der Demokratie. Zwar tun sie gerne so, als handelten sie im Sinne der Bürger und der Kunden. Oft stimmt das aber nicht: Letztlich gehorchen sie den Interessen ihrer Eigentümer, allenfalls noch den im Aufsichtsrat vertretenen Beschäftigten. Das Weiter lesen
-
Österreich reformfreudiger als Deutschland
Ökonomen vergleichen wirtschaftsfreundliche Reformen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die beiden Nachbarländer schneiden besser ab Zuwanderer mit bestimmten Berufsqualifikationen werden künftig leichter in Österreich arbeiten können. Um Migranten gezielt anzuwerben, hat die Regierung in Wien unlängst beschlossen, ein Punktesystem einzuführen. Österreich ist Deutschland damit voraus – hierzulande debattiert die schwarz-gelbe Regierung noch, wie sie Weiter lesen
-
Ohne Vertrauen ist eine Währung nichts
Manche Bürger sind skeptisch, glauben aber noch an den Euro. Die großen Investoren dagegen haben stärkere Zweifel. Was ist die wichtigste Basis der europäischen Währung? Die Verwirklichung einer gefährliche Idee propagiert der französische Ex-Fußballprofi und Schauspieler Eric Cantona. Am Dienstag, dem 7. Dezember, sollen Millionen Menschen in Europa zur Bank gehen und ihre Konten leerräumen. Weiter lesen
-
Einige Produkte haben eine Signalfunktion
Klettern die Preise für Brot oder Butter, merken Konsumenten es eher als wenn sie sinken. Doch warum ist das so? Die Antwort darauf hat Silke Tober, Leiterin des Referats Makroökonomische Grundlagenforschung vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturfo Mandy Kunstmann: Frau Tober, nehmen Menschen Preissteigerungen eher wahr als Preissenkungen? Silke Tober: Das ist tatsächlich so. Wir Weiter lesen
-
So teuer wird 2011
Der Jahreswechsel bringt Änderungen mit sich. Einige Dinge werden teurer, andere billiger. Hier ein Überblick worauf sich Verbraucher einstellen müssen. Die gute Nachricht zuerst: Entgegen den bisherigen Ankündigungen werden viele Kommunen ihre Abgaben und Gebühren mit aller Voraussicht nicht erhöhen. Der Deutscher Städte- und Gemeindebund sieht dafür zumindest keine Signale. Vieles sei ausgereizt, heißt es. Weiter lesen
-
Höhere Beiträge für Beschäftigte
Weniger Netto vom Brutto heißt es für Arbeitnehmer im kommenden Jahr. Denn die Sozialabgaben steigen an. Und weil die Preise für Zigaretten klettern werden, bleibt 2011 auch Rauchern weniger Geld in der Tasche. Zum 1. Januar 2011 steigt der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung von derzeit 14,9 auf 15,5 Prozent. Arbeitnehmer und Rentner zahlen davon 8,2 Weiter lesen
-
Dieses Jahr gibt es häufig mehr Weihnachtsgeld vom Chef
Viele Arbeitnehmer müssen nicht bis Heiligabend auf Geschenke warten: Schon jetzt kommt für sie die Bescherung – in Form von Weihnachtsgeld. Die meisten Mitarbeiter können sich auf höhere Zahlungen freuen. Das zeigt eine Studie der Hans Böckler Stiftung, für die sie die Tarifverträge von 23 Branchen unter die Lupe genommen hat. Der Großteil der Unternehmen Weiter lesen
-
Die Sprechblasen der Kanzlerin
Kommentar zu Staatsbankrott und Gläubigerhaftung von Hannes Koch Die Macht von Politikern ist begrenzt. Zum Glück, sonst würden sie uns auf der Nase herumtanzen. Manchmal allerdings hat diese Limitierung ihre düstere Kehrseite. Dann, wenn sich die Regierungen gegen die mächtigen Wirtschaftsinteressen nicht durchsetzen wollen oder können. Dies ist im Falle der neuen EU-Regelung für Staatsbankrott Weiter lesen
-
Billiges EU-Milchpulver erzürnt Afrikaner
Produzenten nicht nur in Kamerun und der Elfenbeinküste leiden unter preisgünstigen Einfuhren. EU drängt trotzdem darauf, dass afrikanische Importzölle niedrig bleiben. Afrikaner stellen Handelsabkommen in Frage Das europäische Milchpulver ist billig auf den Märkten von Yaounde, der Hauptstadt Kameruns. Zu billig, sagt Ndiaga Mboup, Vertreter Senegals bei den Vereinten Nationen in Genf. Er kritisiert: „Dadurch Weiter lesen
-
Die Euro-Zone hat genug Geld
Irland, Portugal, Spanien, Deutschland – wie geht es weiter in der Euro-Krise? Bricht die gemeinsame Währung auseinander? Die wichtigsten Fragen und Antworten Geraten nach Griechenland und Irland jetzt weitere Staaten in Finanznöte? Möglicherweise ja. Die nächsten Wackel-Kandidaten sind Portugal und Spanien. Deren Staatsanleihen kaufen die internationalen Fonds, Banken und Investoren inzwischen nur noch, wenn die Weiter lesen
-
"Asiatische Produkte sind nicht zwangsläufig giftig"
Immer wieder steckt zu viel Chemie in Baby- oder Kinderspielzeug. Wie die giftigen Produkte in die Geschäfte gelangen und was es mit der EU-Spielzeugrichtlinie auf sich hat, weiß Monika Büning. Mit der Referentin für Umwelt und Produktsicherheit beim Bund Mandy Kunstmann: Frau Büning, Kontrolleure finden im Handel regelmäßig giftiges Spielzeug. Wie kann das passieren? Monika Weiter lesen
-
Industrie versteht die Warentester nicht
Hersteller werfen der Stiftung Warentest zu strenge Grenzwerte vor Der Spielzeughersteller Goki im schleswig-holsteinischen Güster zählen sich zu den verantwortlichen Unternehmern. Die Gewinne aus dem Verkauf der Babyprodukte der Marke Cause werden in den Aufbau von Schulen in Entwicklungsländern gesteckt. Mit Ankerbaukästen setzt die Firma an anderer Stelle auf die alten Tugenden Kreativität und Experimentierfreude. Weiter lesen
-
Streit um sicheres Spielzeug
Ab dem nächsten Jahr treten in Deutschland schrittweise neue Gesetze für Teddys und Quietscheentchen in Kraft Wer legt fest, wieviel Allergie auslösendes Nickel im Magneten der Spielzeugeisenbahn stecken darf? Und mit welchen Mitteln ein Teddybär behandelt werden darf, damit er nicht beim ersten Funken vom Weihnachtsbaum sofort brennt? Die Europäische Union hat 2009 eine Richtlinie Weiter lesen
-
Zeitarbeiter können auf Mindestlohn hoffen
FDP bewegt sich in Verhandlungen mit Union. Regierung erwägt, eine Lohnuntergrenze in das Zeitarbeitsgesetz aufnehmen Das Datum des 1. Mai 2011 treibt die Regierung um. Dann dürfen Arbeitnehmer aus den osteuropäischen EU-Staaten ohne Beschränkungen in Deutschland arbeiten. Davor hat die Union Angst: Polnische oder litauische Beschäftigte könnten mit billigen Löhnen einheimische Arbeitskräfte verdrängen. Deshalb steigt Weiter lesen
-
Staatsbankrott ausgeschlossen
Kommentar zum herabgestuften Irland-Rating von Hannes Koch Marktwirtschaft in Ehren. Aber Privatfirmen sollten nicht über das Schicksal ganzer Staaten und ihrer Bevölkerung entscheiden dürfen. Das ist gerade wieder passiert, indem die Rating-Agentur Standard & Poor´s die Bonitätsnote Irlands gesenkt hat. Die private Bewertungsfirma glaubt, dass die Regierung die hohen Staatsschulden nicht schnell genug verringern kann. Weiter lesen
-
Schäuble lockert die Schuldenbremse
Der Finanzminister betont das Sparen, die Opposition wirft ihm Trickserei vor. Beschluss über den Bundeshaushalt 2011 Wolfgang Schäuble ist ein alter Fuchs. Mit Unterstützung der Regierungsfraktionen tut der CDU-Bundesfinanzminister so, als würde er ganz toll sparen. Tatsächlich aber hält er sich finanzielle Spielräume offen, um immer ein paar Milliarden Euro in der Hinterhand zu haben. Weiter lesen