Kategorie: Wirtschaft
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Rettung nur mit Gegenleistung
Hilfsanstalt für Banken nimmt Arbeit auf / Merkel lässt Konjunkturhilfen prüfen Die Bundesregierung hat nun auch die notwendigen Details für das Rettungspaket festgelegt. Es sieht erhebliche Auflagen für die Banken vor, die sich um Bundeshilfe bewerben. Am Montag hat auch die so genannte Finanzmarktstabilisierungsanstalt (FMSA) ihre Arbeit aufgenommen. Die Institution wurde der Bundesbank zugeordnet. Ab Weiter lesen
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Zeit für Verantwortung
Kommentar von Hannes Koch Vertrauen genießt, wer Verantwortung übernimmt. Diese beiden Begriffe gehören zusammen. Mit ihrem Rettungspaket für marode Banken, dem der Bundestag gestern zugestimmt hat, will die Bundesregierung das verlorene Vertrauen auf den Finanzmärkten erneuern. Das ist richtig, aber es reicht nicht. Die deutsche Regierung muss auch eine größere Verantwortung für die Zukunft des Weiter lesen
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Koalition stellt Blanko-Scheck über 500 Milliarden aus
Bundestag und Bundesrat beschließen das Rettungspaket für angeschlagene Banken. Opposition kritisiert mangelnde Kontrolle Ein großes Experiment haben am Freitag Bundesregierung und Parlament unternommen. Gemeinsam gründeten sie eine Art neuer Treuhand-Anstalt zur Rettung der angeschlagenen Banken. Union, SPD und FDP stimmten dafür, die so genannte Finanzmarktstabilisierungsanstalt einzurichten. Linke, Grüne, aber auch Ökonomen begleiteten die Abstimmung mit Weiter lesen
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Gute Geschäfte, faire Gewinne
Kommentar von Hannes Koch Das altmodische Wort „Gesetz“ ist eigentlich zu schlicht, um zu beschreiben, was der Bundestag heute beschließt. Genau genommen ist darin ein Systemwechsel angelegt – eine Revolution von oben angesichts höchster Not. Das Gesetz zur Stabilisierung des Finanzmarktes schränkt die Möglichkeit der Banken ein, Gewinne zu machen. Die große Koalition verordnet den Weiter lesen
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Vertrauen wird zur eigenen Währung
Verbraucherschützer fordern von Unternehmen mehr Verantwortung / Bund soll Banken zu Kundenfreundlichkeit drängen Der Bund soll von den Banken auch mehr Kundenfreundlichkeit verlangen, wenn die Institute durch staatliche Hilfen gestützt werden. „Wenn wir mit unserem Geld einsteigen, sorgt dafür, dass die Kunden vernünftig behandelt werden“, sagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv), Gerd Billen, Weiter lesen
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Banken zahlen für ihre Rettung
Union und SPD befürworten Sonderabgabe für Finanzbranche als Gegenleistung für das Rettungsgesetz. Darüberhinaus müssen die Institute Milliarden Euro Gebühren und Zinsen an den Staat zahlen Der Bankensektor soll sich mit Milliarden Euro an den Kosten der Finanzkrise beteiligen. Das wollen Abgeordnete der Union und SPD bei den Verhandlungen über das staatliche Rettungspaket durchsetzen. „Wir müssen Weiter lesen
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Attac sitzt jetzt im Bundestag
Grüne verlangen neue Börsensteuer. Opposition droht mit Ablehnung des Rettungspaketes zur Finanzkrise – und macht sich die Forderungen der Globalisierungskritiker zu eigen Die Grünen im Bundestag drohen mit der Ablehnung des Rettungspaketes zur Finanzkrise. Die Fraktion will mit Nein stimmen, sollte sich die Bundesregierung „nicht bewegen“, sagte ein Sprecher am Dienstag gegenüber dieser Zeitung. Die Weiter lesen
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Stochern im Nebel
Kommentar Eine verlässliche Konjunkturprognose können momentan nicht einmal Experten liefern. Niemand kann die Folgen der weltweiten Finanzkrise abschätzen. Auch das Herbstgutachten der Forschungsinstitute gleicht einem Stochern im Nebel. So genau sollte man die genannten Eckwerte der Wirtschaftsentwicklung daher nicht nehmen. Eines ist jedoch gewiss. Deutschland und viele andere Länder taumeln in den Abschwung. Auch ohne Weiter lesen
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Deutschland am Rande der Rezession
Wachstum bricht im kommenden Jahr ein / Forscher sehen trotzdem Licht am Ende des Tunnels Deutschland steht am Rande einer Rezession. Die führenden Forschungsinstitute erwarten im kommenden Jahr allenfalls ein minimales Wachstum von 0,2 Prozent. Sollte die Finanzmarktkrise die Weltwirtschaft stark belasten, könnte die Wirtschaft im schlimmsten Fall sogar um 0,8 Prozent schrumpfen. Dies geht Weiter lesen
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500.000.000.000 Euro Hilfspaket
Keine Boni, keine Dividenden, geringere Managergehälter / Bundesregierung verknüpft Hilfsaktion mit Auflagen an Banken Mit Zuckerbrot und Peitsche will Finanzminister Peer Steinbrück den Banken helfen. Mit Bürgschaften und Eigenkapitalhilfen soll das brach liegende Finanzgeschäft wieder in Gang gebracht werden. Im Gegenzug müssen Institute, die Unterstützung beantragen, Auflagen erfüllen und Gebühren zahlen. Angeschlagene Unternehmen dürfen keine Weiter lesen
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Regierung testet ihre Bonität
Kommentar zur Finanzkrise von Hannes Koch Die Bundesregierung stellt die Vertrauensfrage. Sie ist nicht im herkömmlichen Sinne gerichtet an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, sondern an alle Bundesbürger, die chinesische Regierung, der reichen Scheichs im Mittleren Osten, die Arabischen Emirate, kurz: an alle wohlhabenden und vermögenden Menschen und Institutionen weltweit. Die Frage lautet schlicht: Haltet Weiter lesen
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Banken retten und regulieren
Mit dem gigantischen Notpaket zur Stabilisierung des Bankensektors gibt die Bundesregierung ihre Zurückhaltung angesichts der Finanzkrise auf In den zurückliegenden Wochen seit Ausbruch der Finanzkrise wollte die Bundesregierung von gemeinsamem Handeln mit anderen Staaten nichts hören. In Berlin herrschte die Ansicht vor, Deutschland sei von den Turbulenzen an den Finanzmärkte eher am Rande betroffen, und Weiter lesen
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Yes, she can
Merkels Versprechen der Staatsgarantie aller Spareinlagen gilt Im Versuch, Vertrauen zu verbreiten, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Misstrauen gesäht. So lautet der Vorwurf gegen die staatliche Garantie aller Spareinlagen in Deutschland, die sie gemeinsam mit Bundesfinanzminister Peer Steinbrück am vergangenen Sonntag ausgesprochen hat. Wie kann die Bundesregierung im Notfall das nötige Geld beschaffen? Diese Frage wird Weiter lesen
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Verkehrsregeln auf den Highways des Finanzkapitals
G-7-Staaten diskutieren über bessere Regeln für den Finanzmarkt. Deutschland legt Vorschläge vor In Berlin wird dieser Tage gern erzählt, wie die Bundesregierung früher belächelt worden sei. Noch beim G-8-Gipfel in Heiligendamm 2007 waren die wirtschaftsliberalen Regierungen der USA und Großbritanniens sehr zurückhaltend, als es um eine bessere Regulierung der Hedgefonds ging. Ein Jahr und einen Weiter lesen
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Streitobjekt Erbschaftssteuer
Union und SPD uneins. Erben privater Immobilien profitieren in jedem Fall. Um die Neuregelung der Erbschaftssteuer ging es gestern nur vordergründig, als sich die Spitzen der großen Koalition zusammensetzen. Die Reform der Steuer nutzen die Parteien vielmehr als eine willkommene Gelegenheit, ihre Position in den Augen der Öffentlichkeit zu verbessern. Obwohl das Bundeskabinett seit Januar Weiter lesen
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Ende einer Dienstfahrt
Kommentar Jahrelang kämpfte Hartmut Mehdorn alle Widerstände gegen eine Teilprivatisierung der Bahn nieder. Nun steht er einem übermächtigen Gegner gegenüber. Der Zusammenbruch der Börsen hat die Verkaufspläne gestoppt. Die Entscheidung ist richtig. Schuldzuweisungen sind überflüssig, egal, wie man zu den Plänen steht. Gegen diese Art der höheren Gewalt ist kein Kraut gewachsen. Offiziell wird zwar Weiter lesen
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Finanzmarktkrise bremst die Bahn aus
Hintergrund Der 27. Oktober wäre für Bahnchef Hartmut Mehdorn ein Höhepunkt der Karriere werden. Mit dem Läuten der Glocke sollte auf dem Kurszettel der Frankfurter Börse erstmals die DB Mobility Logistics (DB ML) aufgeführt werden. Mit dem Börsengang wäre die 1994 eingeläutete Bahnreform worden. Die Staatskasse hätte Milliarden eingenommen. Doch es bleibt beim hätte, sollte, Weiter lesen
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Börsengang der Bahn verschoben
Finanzmarktkrise stoppt Pläne für Teilprivatisierung / Neuer Zeitpunkt offen Die Bahn fährt vorerst nicht an die Börse. Das beschlossen Bundesregierung und Bahn am Donnerstag. Eigentlich sollte auf der Sitzung des so genannten Steuerungsausschusses der Preis für die Bahnaktien festgesetzt werden. In der kommenden Woche sollte der Verkauf der Anteile beginnen. Doch die Finanzmarktkrise und der Weiter lesen