Im Flieger surfen und telefonieren

Ryanair will Handybenutzung erlauben / Billigflieger profitiert von der Krise

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Von Wolfgang Mulke

27. Okt. 2008 –

Künftig dürfen Fluggäste über den Wolken mit dem Handy telefonieren oder im Internet surfen. Das will wenigstens die Billigfluggesellschaft Ryanair ihren Kunden erlauben. Mit der Genehmigung werde in den nächsten Tagen gerechnet, sagte Firmen-Chef Michael O’Leary am Montag in Berlin. Bei Start und Landung bleibt der Griff zum Mobilteil aber weiter verboten. 20 Maschinen hat die irische Airline bereits umgerüstet. Bis Ende nächsten Jahres soll die gesamte Flotte handyfähig werden.

 

Mit der Billigstrategie bei den Flugtickets sieht sich Ryanair gut gerüstet für die anstehende Krise. „Die Leute werden preissensibler“, stellte O’Leary fest. Die Passagierzahlen steigen deutlich an. Dazu mag auch das Versprecher der Iren beigetragen haben, keine Kerosinzuschläge zu erheben. Fast wäre das Unternehmen damit tief in die roten Zahlen gerutscht. Erst ab einem Ölpreis von 100 Dollar pro Barrel fliegt der Carrier Gewinne ein. Der jüngste Kursrutsch beim Öl hat die dunklen Wolken wieder vertrieben. Der Vorstandschef rechnet wieder mit Gewinn. Nun fordert O’Leary von den Konkurrenten Lufthansa und Air Berlin, ihre Kerosinzuschläge wenigstens zu halbieren.

 

Mit einer Preisaktion will Ryanair nun weitere Kunden in die Flugzeuge locken. Eine Million Tickets zum Preis von einem Euro inklusive Steuern und Gebühren bieten die Iren an. Offiziell feiert das Unternehmen damit die Eröffnung der 800. Verbindung in Europa, zwischen Weeze am Niederrhein und Berlin.

 

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