Autor: Hannes Koch
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Die Grenzen der Mildtätigkeit
Mitglieder-Werber für die Johanniter-Unfall-Hilfe bekommen teilweise armselige Löhne. Das Bezahlmodell widerspricht einer Regel des Spenden-Siegels. BUND macht Zugeständnis „Aus Liebe zum Leben“ ist das Motto der Johanniter-Unfall-Hilfe. Der karitative Anspruch hat jedoch seine Grenzen. Junge Leute, die für die Johanniter Mitglieder werben, bekommen mitunter armselige Löhne. So beträgt die Mindestbezahlung bei einer für die Johanniter Weiter lesen
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Steuergerechtigkeit bleibt auf der Strecke
Wer viel Geld hat, zahlt für die Gewinne weniger Steuern, als die Beschäftigten auf ihren Lohn. Die Koalition debattiert, diese Ungleichbehandlung zu beseitigen Ob diese Steuer der Gerechtigkeit dient, war immer höchst umstritten. Linke sahen in der niedrigen Abgabe für Kapitalgewinne eine Bevorzugung der Gutsituierten, selbsternannte Realisten wie der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sagten, mit Weiter lesen
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Der Müllberg schrumpft nicht
Mit intelligenten Ideen kann man Abfall reduzieren. Doch die Politik tut sich schwer. Erfolg: Die Menge des Mülls, die Bürger und Unternehmen in Deutschland hinterlassen, wächst nicht mehr. So benötigt beispielsweise die Industrie für die gleiche Produktionsmenge weitaus weniger Rohmaterialien als früher. Trotz Wirtschaftswachstums bleibt das Aufkommen an Abfall damit gleich. Aber der Müllberg schrumpft Weiter lesen
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Langlebigkeit als Geschäftsmodell
Manche Firmen bauen Produkte, die sehr lange halten. Das dominierende Modell jedoch setzt auf Kurzlebigkeit und Wegwerfen Langlebigkeit bringt Geld. Das weiß Sven Nielsen aus seiner täglichen Berufserfahrung. Er arbeitet als Technischer Leiter bei der Hamburger Firma Wulf Gaertner, die Autoteile herstellt – speziell solche, die lange halten. Mit diesem Geschäftsmodell setzte das Unternehmen im Weiter lesen
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Risiko ist auch Privatsache
Kommentar zu Kapitalanlagen von Hannes Koch Sicherheit ist nie perfekt. Mit einem Restrisiko muss man meistens leben. Das gilt auch für Kapitalanlagen. So hat die Bundesregierung den Schutz für Kleinanleger vor risikoreichen Finanzprodukten nun erhöht. Ausschließen kann sie die Gefahr, Geld zu verlieren, aber nicht. Auslöser war der Fall Prokon. Die Windenergiefirma hat hochverzinste Anleihen Weiter lesen
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Die Klimasünden der Deutschen Bank
Negativ-Preis für Vorstände Fitschen und Jain wegen „rücksichtslosen Umgangs mit unserem Planeten“ Der Preis ist ein Globus aus Plastik. Die Region des Nordpols wurde mit schwarzer Sprühfarbe verdeckt, hässliche Farbnasen verlaufen über Nordamerika und Afrika zum Äquator. „Black Planet Award“ heißt die Negativ-Auszeichnung, die die beiden Vorstandschefs der Deutschen Bank am Donnerstag überreicht bekommen sollen. Weiter lesen
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Bericht aus dem Reich des Bösen
Agententhriller und Aufklärungsbuch: Journalist Greenwald über den Fall Snowden. Die US-Geheimdienste wollen „alle Daten“ Edward Snowden sitzt am Tisch und zieht sich eine Decke über den Kopf. So will er verhindern, dass irgendwelche Geheimdienste mit Kameras, die eventuell in die Decke des Hotelzimmers eingebaut sind, die Passwörter seiner Laptops ausspähen. Vor die Zimmertür legt er Weiter lesen
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Besser leben mit Europa
Was die vermeintlich hassenswerte Bürokratie in Brüssel Gutes für unseren Alltag leistet Die EU schreibt uns vor, wie krumm die Gurke sein darf, und dann nimmt sie uns die wunderbar warm leuchtende Glühbirne weg. Solche Gedanken hegen nicht wenige Bürger, wenn sie an Europa denken. Dabei macht Brüssel unseren Alltag in vieler Hinsicht einfacher. Hier Weiter lesen
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Gabriel gegen Google
Ist der Internetkonzern zu mächtig? Kommentar von Wolfgang Mulke Lange Zeit konnte der Internetkonzern Google nach Belieben eine Vormachtstellung aufbauen – unter anderem in Europa. Schon der Marktanteil von 90 Prozent bei den Suchmaschinen belegt, wie konsequent das US-Unternehmen sein Geschäft betreibt. Eine derart beherrschende Position hätte in anderen Branchen bereits für massiven Protest gesorgt. Weiter lesen
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Zwischen Gold und Gefahr
Mit der Internetwährung Bitcoin sind manche Leute inzwischen reich geworden. Doch die Bundesbank warnt vor dem „hochspekulativen Finanzinstrument“. Wie funktionieren die digitalen Münzen? Als Geld diente in der Menschheitsgeschichte schon vieles, beispielsweise Steine, Knochen, Perlen, Zigaretten, Gold oder Banknoten. Seit 2009 ist eine weitere Variante hinzukommen: die Internetwährung Bitcoin („digitale Münze“). Während manche Anhänger das Weiter lesen
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Die russischen Banken gehen nicht in die Knie
Die westlichen Sanktionen bereiten den Instituten Probleme, aber vorläufig haben sie genug Geld Von einem Tag auf den anderen konnten Kunden der Rossiya-Bank und einiger weiterer russischer Finanzinistitute nicht mehr mit ihren Visa- und Master-Karten bezahlen. Diese im März von der US-Regierung verhängten Sanktionen treffen den gesamten Finanzsektor Russlands. Kapital fließt ins Ausland ab, die Weiter lesen
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Ferienjobs – Mosaiksteine für den Berufswunsch
Mit einer Arbeit in den Schulferien können Jugendliche nicht nur ihr Taschengeld aufbessern, sondern vielleicht auch Kontakt zu einem Ausbildungsbetrieb herstellen Leicht war sie nicht, die erste Jobsuche. Nun aber ist die 16jährige Schülerin zufrieden. Sie hat eine Arbeit für drei Wochen in den kommenden Sommerferien gefunden: Kellnern in einem Biergarten. Damit scheint das Taschengeld Weiter lesen
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Atomkonzern in Staatshand
Die Energieunternehmen bieten der Bundesregierung an, die Kernkraftwerke zu übernehmen. Gewinn oder Verlust für den Staat? Am Vorschlag, die deutsche Atomindustrie zu verstaatlichen, scheiden sich die Geister. „Die Idee finde ich jetzt erstmal nicht schlecht“, kommentierte Michael Vassiliadis, Chef der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Die Bundesregierung wies den Plan dagegen zurück. Welche Vor- und Nachteile Weiter lesen
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Schäubles Schlafmützenpolitik
Kommentar zur Steuerschätzung von Hannes Koch Lethargie macht sich breit zwischen Bundesfinanzministerium und Bundeskanzleramt in Berlin. Die aktuelle Finanzpolitik ist ein Beispiel dafür. Wie war die offizielle Reaktion aus Schäubles Haus auf die Steuerschätzung und die höheren Steuereinnahmen? Sinngemäß: Nun mal ganz langsam, das zusätzliche Geld ist gar kein zusätzliches Geld, uns sind die Hände Weiter lesen
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Sparsam trotz mehr Geld
Die Steuerschätzer stellen Bund und Ländern erneut höhere Einnahmen in Aussicht. Offiziell sieht Finanzminister Schäuble vorläufig jedoch keinen neuen Spielraum für Steuersenkungen Die Finanzminister in Deutschland sind in einer Luxussituation: Die Steuereinnahmen steigen erneut. Im Vergleich zur Steuerschätzung vom vergangenen November werden zwischen 2014 und 2018 rund 19,3 Milliarden Euro zusätzlich in die staatlichen Kassen Weiter lesen