Kategorie: Wirtschaft
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Kündigung erlaubt
Stromversorger dürfen Kunden bei Preiserhöhungen das Sonderkündigungsrecht nicht verwehren – auch nicht, wenn der Preis aufgrund der Ökostrom-Umlage steigt Erhöht der Stromversorger den Preis, können Kunden den Vertrag fristlos kündigen. Doch gilt das auch für Preiserhöhungen, die der gestiegenen Ökostrom-Umlage, auch EEG-Umlage genannt, geschuldet sind? Um diese Frage herrschte bisher Streit zwischen Energielieferanten und Verbrauchern. Weiter lesen
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Epidemien bleiben möglich
Sind unsere Lebensmittel sicher? Nein, schreibt Wolfgang Mulke Sicherlich ist eine mit Pferdefleisch versetzte Lasagne zunächst eher unappetitlich denn gesundheitsschädlich. Den gegenwärtigen Skandal sollte man dennoch nicht herunterspielen. Diesmal erscheint das Risiko für die Verbraucher vielleicht gering, auch wenn das umstrittene Fleisch offenkundig mit Medikamenten verseucht ist. Die Erfahrungen der letzten Jahre lehren uns jedoch Weiter lesen
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Das System funktioniert
Sind unsere Lebensmittel sicher? Ja, schreibt Hannes Koch Pferdefleisch in Tiefkühllasagne widerspricht unseren Essgewohnheiten und Vorlieben. Aber um einen europaweiten Skandal handelt es sich nicht. Eher um normale, kaum auszuräumende Fehler in einem komplexen System. Im Großen und Ganzen sind unsere Lebensmittel sicher und von akzeptabler Qualität. Was ist das Problem beim Pferdefleisch? Produzenten und Weiter lesen
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Lösung gesucht für das Ökostrom-Paradox
Wind- und Solarexperten raten zu geringerer Vergütung für saubere Energie Die Energiewende ist zu teuer und kann bedeutend billiger werden. Das ist die These von Unternehmern, die ein Interesse am Erfolg der Erneuerbaren Energien haben. Teilweise sei die Vergütung für Strom aus Windkraftwerken „irrational hoch“, sagte Johannes Lackmann am Mittwoch. Der ehemalige Vorsitzende des Bundesverbandes Weiter lesen
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Der Fehdehandschuh bleibt liegen
Ein Währungskrieg mit Japan findet vorläufig nicht statt Er klingt ganz fürchterlich – der Begriff vom „Währungskrieg“. Dabei handelt es sich um eine gänzlich unblutige Angelegenheit. Auch aus einem zweiten Grund ist das martialische Wort unangebracht: Die Auseinandersetzung fällt – zumindest vorläufig – aus. Denn die US-Notenbank Federal Reserve und die Europäische Zentralbank lassen den Weiter lesen
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„Die Bankentrennung ist eine halbherzige Aktion“
Regierung sollte Banken vorschreiben, Risikogeschäfte zu verringern, so Finanzprofessorin Schrooten Hannes Koch: Die Bundesregierung will Banken verpflichten, ihre Geschäfte aufzuspalten, um sie sicherer zu machen. Wie soll das funktionieren? Mechthild Schrooten: Die Idee ist, große Banken in Holding-Gesellschaften zu verwandeln, die unter einem gemeinsamen Dach getrennte Geschäftsfelder betreiben. Zum Einen wäre dies das traditionelle Bankgeschäft Weiter lesen
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Besser als nichts
Kommentar zur Bankentrennung von Hannes Koch Die Bundesregierung hat aus der Finanzkrise seit 2007 gelernt. In Kooperation mit anderen Staaten bemühen sich Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble, den Finanzinistituten engere Grenzen zu setzen. Ihr Gesetzentwurf zur Bankentrennung ist nun das jüngste Vorhaben. Trotzdem scheint fraglich, ob das Problem damit gelöst wird. Die Trennung innerhalb der Weiter lesen
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Auftrag der Bürger, nicht der Banken
Schäubles Vorhaben der Bankentrennung Menschen sind lernfähig, Regierungen auch. Deshalb zieht Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nun eine weitere Konsequenz aus der Finanzkrise, die uns seit 2007 zu schaffen macht. Er schlägt dem Bundestag nichts weniger vor, als Institute wie die Deutsche Bank und die Commerzbank in zwei Teile aufzuspalten – in risikoarme und risikoreiche Geschäfte. Damit Weiter lesen
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Euroland ist nicht abgebrannt
Kommentar zum WEF in Davos von Hannes Koch Zu den erfreulichen Erkenntnissen des diesjährigen Weltwirtschaftsforums in Davos gehörte, dass die Pessimisten des vergangenen Jahres nicht recht behalten haben. Unter anderem US-Ökonom Nouriel Roubini prognostizierte damals, dass Euroland bald zerbrechen werde. Doch weder Griechenland noch Portugal mussten austreten. Die Gemeinschaft der Eurostaaten hat sich als stabil Weiter lesen
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Lernen und Kennenlernen in Davos
Was passiert beim Weltwirtschaftsforum hinter dem Vorhang? Auskunft geben ein Sozialunternehmer, ein Unternehmensberater und der Chef von dm Mit der Drahtseilbahn fährt man aus der Welt heraus nach oben. Auf 1900 Meter über dem Skiort Davos liegt das Hotel Schatzalp, erbaut 1899, erwähnt im Zauberberg von Thomas Mann. In der Jugendstil-Lobby steht ein Telefonvermittlungsschrank aus Weiter lesen
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Die Wahl zwischen Wachstum und Stabilität
WEF Davos: IWF-Vizedirektor beklagt mangelnde Regulierung der Banken Die Macher des World Economic Forums (WEF) waren trickreich, als sie das Veranstaltungsmotto „Widerstandsfähige Dynamik“ wählten. Soll dieser Titel doch andeuten, dass fünf Jahre nach Ausbruch der großen Finanzkrise die Stabilität des Finanzsektors zurückgekehrt und gleichzeitig höheres Wirtschaftswachstum möglich seien. Am Mittwoch, dem ersten Tag des diesjährigen Weiter lesen
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„Die große Stagnation wird nicht kommen“
Davos 2013: US-Ökonom Barry Eichengreen über die neue globale Rolle des Euro und die Angst vor der Wachstumsschwäche Hannes Koch: Herr Eichengreen, das Weltwirtschaftsforum in Davos diskutiert, wie es nach dem großen Schock weitergeht. Europa scheint auf dem Weg der Besserung. Besteht jetzt die Gefahr, dass die Krise erneut in den USA zuschlägt? Barry Eichengreen: Weiter lesen
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Optimismus der Manager lässt nach
Die Sorge um die Wachstumsschwäche treibt die Chefs internationaler Unternehmen um. Managerumfrage der Unternehmensberatung PwC anlässlich des WEF in Davos Die Vorstandsvorsitzenden deutscher Unternehmen schauen im europäischen Vergleich am hoffnungsvollsten in die nähere Zukunft. 31 Prozent nehmen an, dass ihr Unternehmen im laufenden Jahr wächst. Dagegen rechnen nur 22 Prozent der befragten Firmenchefs in Westeuropa Weiter lesen
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Japanisches Geld für deutschen Ökostrom
Netzfirma Tennet gewinnt japanischen Konzern, um Stromleitungen in der Nordsee zu finanzieren Die Energiewende kommt einen Schritt voran. Die japanische Mitsubishi Corporation, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Autokonzern, wird 576 Millionen Euro in Stromleitungen zu vier Windparks auf der Nordsee investieren. Dies gab am Mittwoch das Unternehmen Tennet bekannt, das für den Bau verantwortlich Weiter lesen
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"Politiker können solche Großprojekte nicht kontrollieren"
Das Interview Öffentliche Großprojekte enden häufig in einem finanziellen Fiasko. Warum das so ist, weiß Martin Schlegel. Der 55-jährige Bauingenieur kennt beide Seiten. Am Frankfurter Flughafen war er für den Ausbau als Auftraggeber verantwortlich. Heute ist er Vorstand der Oberhausener Heine Bau-AG und Präsident des Bauindustrieverbands Nodrhein-Westfalen. Die Korrespondenten: Warum laufen die Kosten von Großprojekten Weiter lesen
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Mehr Produktion oder gutes Leben
Neuorientierung im Bundestag: Bruttoinlandsprodukt bald nicht mehr einziger Indikator für Wohlergehen Ein erstaunlicher Prozess läuft gegenwärtig im Deutschen Bundestag in Berlin ab. Gemeinsam stellen Abgeordnete aller politischen Richtungen das herrschende Wirtschafts- und Wohlstandsmodell in Frage. Die kritische Prüfung der Entwicklung seit dem Zweiten Weltkrieg findet statt in der Enquetekommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“. Mittlerweile liegen Teile Weiter lesen
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Die Sehnsucht nach der guten Bank
Goldman Sachs-Aussteiger Greg Smith beschreibt den Kulturverfall der Wallstreet Das allwöchentliche Meeting der Praktikanten bei Goldman Sachs in New York: Die 20jährigen werden durch die Mangel gedreht. Die Bank will wissen, was die „intelligentesten Studenten der Welt“ draufhaben, die alle einen Job an der Wallstreet wollen. „Microsoft – was empfehlen wir? Kaufen? Verkaufen?“ will der Weiter lesen
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Banken sollen flüssig bleiben
Internationale Aufseher einigen sich auf schärfere Vorschriften für künftige Geldreserve der Finanzinstitute. Einführung aber erst allmählich bis 2019 Die internationalen Bankenaufseher ziehen eine weitere Konsequenz aus der Finanzkrise. Ab 2015 müssen die Banken neu definierte Reserven an schnell verfügbaren Mitteln nachweisen, damit sie Krisen aus eigener Kraft überstehen können. Allerdings werden die höheren Liquiditätsvorschriften 2015 Weiter lesen