Autor: Wolfgang Mulke

  • Deutschland hat auf Sand gebaut

    Weltweit wird der für viele Wirtschaftszweige wichtige Rohstoff Sand knapp. Der drohende Engpass schlägt auch auf die Baupreise durch. Die Industrie befürchtet nun, dass sich durch eine neue Verordnung auch das Recycling von Baustoffen verringert. „Des heiligen römischen Reiches Streusandbüchse“, lästerten die alten Preußen über Brandenburgs reichlich vorhanden Sand im Boden. Rein rechnerisch wären die Weiter lesen

  • Für Stifte, Ranzen oder Tusche müssen Eltern tief in die Tasche greifen

    Nicht nur der Schulanfang kostet Eltern viel Geld. Bei den jährlichen Bildungsausgaben kommen rund 1.000 Euro zusammen. Die zur Grundausstattung jeden Erstklässlers gehörende Schultasche beschäftigt die Eltern nicht nur. Sie müssen dafür auch ziemlich tief in die Tasche greifen. Manche Modelle von Edelmarken McNeill oder Scout schlagen mit über 200 Euro zu Buche. Und das Weiter lesen

  • Am Ende stehen die unangenehmen Entscheidungen

    An der Zukunft der Rente scheiden sich die Geister. Hier sind die Bausteine einer großen Reform. Ihre Zusammensetzung entscheidet über die Verteilung der Lasten zwischen Jung und Alt, Arm und Reich. Baustein 1: Das Rentenniveau Darum dreht sich der aktuelle Streit in der großen Koalition. Finanzminister Olaf Scholz will das Rentenniveau für die nächsten 22 Weiter lesen

  • Vanille ist teurer als manches Edelmetall

    Engpässe und mindere Qualitäten machen das Gewürz zum Luxusgut. Trotz hoher Nachfrage steigt die weltweite Produktion kaum an. Die Süßspeise Panna Cotta wird in diesem Jahr wohl seltener das Festessen abrunden. Denn dafür benötigt der Koch oder die Köchin eine Vanilleschote. Und im Supermarkt müssen sie dafür tief in die Tasche greifen. So kostet ein Weiter lesen

  • Retter der sozialen Marktwirtschaft gesucht

    Vor 70 Jahren wurde die D-Mark und anschließend die soziale Marktwirtschaft eingeführt. Aus der Mark ist ein stabiler Euro geworden. Das Wirtschaftsmodell bedarf dagegen einer Rettungsaktion, sonst geht es in den internationalen Wirren unter. Zu den Insignien des Erfolgs gehört in Deutschland das Eichenblatt. Links und rechts der magischen „1“ zierte es die Eine-Mark-Münze. Vor Weiter lesen

  • Einfaches Deutsch statt holpriger Fachsprache

    Die Finanzämter wollen für den Normalbürger verständlich werden. Noch sind zu viele Formulare voller weithin unbekannter Fachbegriffe. NRW schlägt Vereinfachung vor. Wenn alles normal verläuft werden die Finanzminister der Bundesländer am heutigen Freitag in Goslar revolutionäres verkünden. Formulare und Amtsschreiben der Finanzämter sollen verständlicher werden. An die Stelle holpriger Formulierungen im Fachjargon soll eine für Weiter lesen

  • Die schwierige Suche nach einer generationengerechten Rente

    Bundesregierung benennt die Kommission, die Lösungen für eine langfristige Alterssicherung finden soll. Für die Babyboomer sind die Ergebnisse existenziell. Elf Freunde finden sich in einer Fußballmannschaft selten. In einer gleich großen Regierungskommission erst recht nicht. So werden auch in der nun benannten Rentenkommission der Bundesregierung die Meinungen in den kommenden zwei Jahren heftig aufeinanderprallen. Ähnlich Weiter lesen

  • Nach Billig-Bussen kommt der Billig-Zug

    Die Flixbus-Tochter Flixtrain kündigt neue Bahnverbindungen nach München und Köln an. Mit Tickets für 9,99 Euro macht das Busunternehmen nun der Deutschen Bahn Konkurrenz. Auch das Busnetz wird ausgeweitet. Bessere Anbindung der Flughäfen geplant Die Werbung auf dem knallgrünen Waggon des ersten Flixtrain-Zuges von Berlin nach München verheißt günstiges Bahnfahren. „Berlin-Stuttgart ab 9,99 Euro, Frankfurt-Stuttgart Weiter lesen

  • Ungewöhnliche Allianz für Transparenz bei Gesetzen

    Chemische Industrie und Transparency International wollen Lobbyregister einführen. Bei Gesetzen soll die Mitwirkung aller Interessenvertreter offengelegt werden. Bürger sollen so Vertrauen zurückgewinnen. Eine ungewöhnliche Allianz will mehr Transparenz bei der Gesetzgebung schaffen. Dazu hat sich der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mit der Antikorruptions-Organisation Transparency International (TI) zusammengetan. „Die Gesellschaft sieht Interessenvertretung für die Industrie Weiter lesen

  • Unternehmen entwickeln beim Täuschen viel Fantasie

    Auch irreführende Angaben sind nicht automatische verboten. Die Wettbewerbszentrale registriert jährlich Tausende Beschwerden. Bei der Auswahl zwischen verschiedenen Hautcremes hat der Laie die Qual der Wahl. Da kommt ein Hinweis auf manchen Verpackungen als Entscheidungshilfe ganz gelegen. „Von Hautärzten empfohlen“, heißt es da zum Beispiel. Das soll Vertrauen in die unbekannte Lotion schaffen. Tatsächlich ist Weiter lesen

  • Neue Hoffnung für betrogene VW-Kunden

    Bundesverbraucherministerin Katarina Barley will schnell den Weg für eine Art Sammelklagen freimachen. Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) schöpft deshalb Hoffnung, dass betrogene VW-Kunden am Ende doch nicht leer ausgehen Welchen ersten Eindruck haben Sie von der neuen Verbraucherministerin Katarina Barley gewinnen können? Klaus Müller: Ich glaube, dass Frau Barley sehr am Leben und Weiter lesen

  • Auch der Roboter wird nie unschuldig bleiben

    Der erste tote Fußgänger durch ein autonom fahrendes Auto wirft ein schlechtes Licht auf die Versprechen der Hersteller und zeigt den Bedarf an klaren Regelungen hierzulande. Nun ist der menschliche wie kommunikative Notfall für die Verfechter des autonomen Fahrens eingetreten. Eine erste tödlich überfahrene Fußgängerin in den USA, die von einem selbstfahrenden Auto erfasst wurde, Weiter lesen

  • Essen hui, Datenschutz pfui

    Lebensmittel aus dem Internet kommen laut Foodwatch pünktlich und sind gut. Bei der Kennzeichnung und dem Datenschutz gibt es jedoch noch Nachholbedarf. Lebensmittel können zumindest bei den großen Händlern getrost im Internet bestellt werden. „Beim Testkauf konnten die meisten Anbieter überzeugen“, berichtet Luise Molling, die für die Verbraucherorganisation Foodwatch einen Vergleichstest durchgeführt hat. Die Lieferungen Weiter lesen

  • Angriffslustig zu Flixbus

    Kommentar zu Flixbus Bahnfahrer können sich freuen. Mit Flixbus dringt erstmals ein ernstzunehmender Wettbewerber ins Kerngeschäft der Deutschen Bahn ein, dem Fernverkehr. Zumindest auf den beiden ersten Strecken kann dies zu dauerhaft günstigeren Preisen als bisher führen. Außerdem können auch viele Reisende aus kleineren Städten auf bessere Verkehrsanbindung durch das kombinierte Bus-Schiene-Angebot hoffen. Flixbus ist Weiter lesen

  • Flixbus geht auch auf die Schiene

    Mit Kampfpreisen steigt das Unternehmen in den Wettbewerb mit der Bahn ein. Erste Verbindungen gibt es zwischen Hamburg und Köln sowie Stuttgart und Berlin. Bislang sind alle Konkurrenten der Deutschen Bahn gescheitert. Die Deutsche Bahn bekommt auf den Fernstrecken wieder einen Konkurrenten. Das Busunternehmen Flixbus nimmt am 24. März den Regelverkehr zwischen Hamburg und Köln Weiter lesen

  • Eine Weltordnung für den Handel

    Eigentlich soll die Welthandelsorganisation (WTO) Handelskriege auf dem Verhandlungsweg verhindern. Doch die USA scheren sich derzeit wenig um getroffene Vereinbarungen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur WTO. Wie arbeitet die Welthandelsorganisation? Die Welthandelsorganisation „World Trade Organization“ (WTO) ist ein Zusammenschluss von mittlerweile 164 Staaten. Sie ist keine Organisation der Vereinten Nationen und dient ausschließlich dem Weiter lesen

  • Das Monopol auf gute Taten

    Die Arbeit der Tafeln in Deutschland ist unverzichtbar und trotzdem umstritten. Armutsforscher sehen die Gefahr, dass sich der Staat aus seiner Wohlfahrtsverantwortung zurückzieht. Der Andrang bei den Tafeln ist wie in Essen auch in anderen Städten so groß, dass es an den Eingängen zu Drängeleien kommt. Doch die Berliner Einrichtungen machen vor, dass es auch Weiter lesen

  • Die Bahn wappnet sich für den Klimawandel

    Extreme Temperaturen, Regen und Stürme erfordern Investitionen in wettersichere Züge und Gleise. Allein die drei Stürme des letzten Jahres kosteten den Konzern über 70 Millionen Euro. Winterliche Eiseskälte und sommerliche Hitzewellen werden nach Ansicht Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) bald normal sein. „Wir marschieren in Richtung 45 Grad“, sagt der Forscher zu Weiter lesen