Kategorie: Internationales

  • Ein Wort für alle Fälle

    Rio+20: Alles muss heute „nachhaltig“ sein – vor allem die Weltwirtschaft Wenn der Energiekonzern E.ON über seine Geschäfte berichtet, betont die Kommunikationsabteilung besonders, dass man „nachhaltig“ arbeite. Das klingt gut – irgendwie nach verantwortlichem Verhalten und Umweltschutz. Was aber verbirgt sich hinter diesem Statement genau? Einerseits gibt sich E.ON tatsächlich Mühe, neue Wege zu beschreiten. Weiter lesen

  • Merkels Europa droht zu scheitern

    Kommentar von Hannes Koch zu Griechenland und zur Euro-Krise Die Euro-Krise scheint mittlerweile ein kaum noch zu entwirrendes Knäuel von Gefahren, Risiken, Vorschlägen, Milliardensummen und gegenseitigen Schuldzuweisungen zu sein. Bei einem nüchternen Blick von außen – soweit dieser möglich ist – fällt jedoch auf: Der bisherige Lösungsansatz funktioniert nicht. Zwei Jahre und gefühlte zehn Rettungsaktionen Weiter lesen

  • Tanken oder den Hauskredit bezahlen?

    Die Abhängigkeit von teurer, fossiler Energie als Schwäche der Weltordnungsmacht USA Das ist eine erstaunliche Nachricht: Kein Land der Welt investierte 2011 mehr Geld in die erneuerbaren Energien als die USA. Mit über 40 Milliarden Dollar standen die Vereinigten Staaten auf Platz 1, dann folgten China und Deutschland. Zum Bild von Amerika als erdölsaufendem Dinosaurier Weiter lesen

  • Durch die Hintertür

    Die Gemeinschaftshaftung für den Euro kann doch noch kommen An der aus dem Kanzleramt dringenden Tonlage hat sich vordergründig nichts geändert. Unter den gegebenen Umständen werde es keine Gemeinschaftshaftung für die Euroländer geben, betont Regierungssprecher Steffen Seibert. Doch die kategorische Ablehnung Deutschland für Euro-Bonds schwindet. Das sind Staatsanleihen, also Schulden, von Euro-Staaten, für die alle Weiter lesen

  • Grüne Schuhe mit sozialen Nachteilen

    Fußball-EM: Sportartikelhersteller Puma kann Vorwürfe wegen zu schlechter Löhne nicht ausräumen Man kann jetzt Sportschuhe auch aus Müll herstellen. Wie bitte? Mit dieser Ansage geht die Sportartikelfirma Puma neuerdings ins Rennen um öko-inspirierte Konsumenten. Das Schuh-Modell „Re-Suede“ besteht zum guten Teil aus recyceltem Polyester. Vorteil: Energieverbrauch und CO2-Austoß bei der Produktion sinken um 80 Prozent. Weiter lesen

  • „Die Preise unserer Produkte würden deutlich steigen“

    Puma könne nicht einfach die Löhne in den Entwicklungsländern anheben, sagt Vorstand Reiner Seiz Hannes Koch: Puma ist in mancher Hinsicht ein vorbildliches Unternehmen. Und doch arbeiten die Beschäftigten in den weltweiten Zulieferfabriken oft unter schlechten Bedingungen. Warum ist Puma nicht konsequent? Reiner Seiz: Wir sind als Unternehmen sehr konsequent, denn wir haben seit mehr Weiter lesen

  • Die Show geht dem Ende entgegen

    Reinhard Loske sucht nach der „guten Gesellschaft ohne Wachstumszwang“ Mal ehrlich: Darf man glauben, dass unsere große Wohlstands- und Wachstumsshow nach der Finanz- und Eurokrise genau so weitergeht wie vorher? Kanzlerin Angela Merkel sagt „ja“. Linke und linksliberale Ökonomen wie Heiner Flassbeck, Paul Krugman, Joseph Stiglitz, selbst Investoren wie George Soros sagen auch „ja“ – Weiter lesen

  • Die Weltwirtschaft soll grün werden

    Rio-Gipfel: CDU und Grüne plädieren gemeinsam für eine nachhaltige Ökonomie Die christdemokratische Bildungsministerin Annette Schavan und die grüne Fraktionsvorsitzende Renate Künast wollen zusammen die Welt retten. Ein Zeichen für neue schwarz-grüne Regierungsoptionen? Eher nicht. Aber der gemeinsame Auftritt am Dienstag in Berlin zeigt doch, wie ähnlich und zugleich fortschrittlich die großen Parteien inzwischen agieren. Schavan, Weiter lesen

  • Das Ende der Großzügigkeit naht

    Euro-Fiskalpakt: Die Bundesländer könnten bald auf dem Trockenen sitzen. SPD-Länder protestieren Mehr Kita-Plätze? Nein, weniger. Ein neues Gewerbegebiet mit zusätzlichen Arbeitsplätzen am Stadtrand? Wird gestrichen. Der Begriff „Schuldenbremse“ könnte für die Bürger in den kommenden Jahren eine ganz neue Bedeutung erhalten. Denn der europäische Fiskalvertrag, den Kanzlerin Angela Merkel vorantreibt, bedroht den finanziellen Spielraum der Weiter lesen

  • Investieren ohne höhere Schulden

    Wie lassen sich Wachstum und Sparen in Europa miteinander verbinden? Die Arbeitslosigkeit in Griechenland beträgt mittlerweile 22 Prozent, inzwischen sitzen Nazis im Athener Parlament. Die europäische Sparpolitik, die das verschuldete Land eigentlich sanieren soll, führt zu zweifelhaften Ergebnissen. Auch wegen des Wahlsiegs der Sozialisten in Frankreich werden deshalb die Stimmen lauter, die einen Richtungswechsel verlangen. Weiter lesen

  • Das Ende des Wirtschaftswunders

    Warum der neue Bericht des Club of Rome trotz allem wertvoll ist Man muss nicht alles glauben, was in der neuen Studie „2052 – eine globale Vorausschau“ des legendären Club of Rome steht. Schließlich hat sich auch sein altes, berühmtes Buch „Die Grenzen des Wachstums“ in vieler Hinsicht als falsch erwiesen. Wichtig ist das aktuelle Weiter lesen

  • Der Höhepunkt des Wohlstands ist in Sicht

    Ab etwa 2030 werden die Industriestaaten wirtschaftlich nicht mehr wachsen, schreibt der Club of Rome Bereits in wenigen Jahren müssen Industrieländer wie Deutschland im wesentlichen ohne Wirtschaftswachstum auskommen. Das ist eine zentrale Aussage des neuen Berichts des Club of Rome, den das internationale Wissenschaftler-Gremium am Montag unter dem Titel „2052 – eine globale Vorausschau“ veröffentlichte. Weiter lesen

  • Leere Versprechungen

    Kommentar zur europäischen Ratingagentur von Hannes Koch Wer Politik machen will, muss die Dinge bei Gelegenheit selbst in die Hand nehmen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und die Bundesregierung sind dazu aber nicht bereit – wieder einmal. Obwohl die Gründung einer europäischen Ratingagentur am Desinteresse auch der deutschen Banken, Versicherungen und Fonds zu scheitern droht, belässt es Weiter lesen

  • „Deutschland verschärft die Eurokrise“

    Milliardär und Philantrop Georges Soros kritisiert die Bundesregierung Der berühmte Investor und Spekulant George Soros ist nicht mehr so richtig auf der Höhe. Als er am Mittwoch in Berlin die deutsche Ausgabe seines neuen Buches vorstellt, fällt es dem grauhaarigen 81Jährigen mitunter schwer, die passenden englischen Fachtermini zu finden. Schließlich nimmt er Zuflucht zum schriftlichen Weiter lesen

  • Bundesregierung nimmt Daimler in Schutz

    Klage gegen den Konzern in den USA wegen Menschenrechtsverstößen Die Bundesregierung versucht den Daimler-Konzern vor einer Klage in den USA zu schützen. Eine entsprechende Stellungnahme, die dieser Zeitung vorliegt, hat die Regierung unlängst an das Oberste Gericht der USA geschickt. In dem Verfahren geht es um Menschenrechtsverstöße, die südafrikanische Bürgerrechtler dem deutschen Konzern vorwerfen. Zu Weiter lesen

  • Wild West in Europa

    Kommentar zum deutsch-Schweizer Steuerstreit von Hannes Koch Urlaub in der Schweiz kann ganz schön gefährlich sein. Drei deutschen Finanzbeamten droht in der Alpenrepublik Gefängnis, weil sie bei der Verfolgung deutscher Steuerhinterzieher gegen Schweizer Gesetze verstießen. Wild West in Europa: Können zivilisierte Nachbarländer ihre Probleme nicht anders regeln als auf dem Rücken ihrer Staatsbürger? Mit den Weiter lesen

  • Aldi-Preise haben ihren Preis

    Discount-Kette könnte ihren Zuliefer-Arbeiterinnen bessere Löhne zahlen. Kampagne für Saubere Kleidung kritisiert kärgliche Bezahlung und extrem lange Arbeitszeiten Wie Aldi-T-Shirts in Bangladesch produziert werden, weiß Khorshed Alam sehr genau. „Die meist weiblichen Beschäftigten arbeiten bis zu 100 Stunden pro Woche und können dennoch von ihren kargen Löhnen kaum leben,“ sagt Alam. Im Auftrag der Kampagne Weiter lesen

  • „Unter dem Strich ist der Einsatz gerechtfertigt“

    Die Bundeswehr in Afghanistan sei nicht gescheitert, sagt Adrienne Woltersdorf/ FES Kabul Hannes Koch: Frau Woltersdorf, US-Soldaten in Afghanistan haben Koran-Exemplare auf den Müll geworfen, ein US-Militär erschoss in einem Amoklauf kürzlich mehrere Einheimische, die Bundeswehr räumte aus Besorgnis einen Stützpunkt. Fühlen Sie sich in Kabul nun stärker gefährdet? Adrienne Woltersdorf: Die Situation ist angespannt. Weiter lesen