Kategorie: Soziales

  • Mehr als der Döner-Imbiss

    Migranten schaffen über eine Million Jobs Canan Karadags Unternehmen gleicht einer klassischen Erfolgsgeschichte. In den 1980er Jahren kommen er und seine Familie ins Ruhrgebiet. Geld haben sie nicht viel, dafür eine gute Firmenidee. 1995 eröffnet die Familie ihren ersten türkischen Supermarkt in Köln. „Die Anfangszeit hat uns viel Schmerzen bereitet“, sagt Karadag. Die ganze Familie Weiter lesen

  • Einwanderung kann auch eine Last sein

    Viele Immigranten in Deutschland haben selbst nach Jahrzehnten noch schlechtere Ausbildungen, Berufe und Einkommen als Einheimische Über Einwanderung scheiden sich die Geister. Man kann sie ablehnen. Man kann sie auch für moralisch geboten, wirtschaftlich sinnvoll oder unausweichlich halten. Aber selbst Befürworter von Immigration müssen sich mit einem unangenehmen Befund auseinandersetzen: Neubürger aufzunehmen stellt auch eine Weiter lesen

  • Kurze Leben in der alten Schuhmetropole

    In Pirmasens, Rheinland-Pfalz, sterben die Menschen durchschnittlich am frühesten Frauen, die in der rheinland-pfälzischen Stadt Pirmasens leben, sterben am frühestens. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 77,1 Jahre. Im baden-württembergischen Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald bei Freiburg leben Frauen im Durchschnitt dagegen 85 Jahre. Diese erstaunlichen Unterschiede der Lebensdauer ergibt eine Übersicht, die Sabine Zimmermann, Bundestagsabgeordnete der Linken, veröffentlicht hat. Weiter lesen

  • Mehr Armut bedeutet weniger Wohlstand für alle

    Marcel Fratzscher, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, präsentierte sein Buch „Verteilungskampf“ – die sozialökonomische Analyse zum Erfolg der AfD Große soziale Ungleichheit schädigt die Gesellschaft. Sie löst individuelle Ängste aus, hindert Millionen Menschen daran, ihre Talente zu entfalten und kostet Wirtschaftswachstum. „Deutschland ist heute eines der ungleichsten Länder in der industrialisierten Welt,“ sagte Weiter lesen

  • Weniger Druck wäre besser

    Kommentar zu Hartz-IV von Hannes Koch Dass die Hartz-IV-Leistung für arbeitslose Bürger regelmäßig steigt, ist grundsätzlich eine gute Sache. Auch nächstes Jahr sollen wieder ein paar Euro hinzukommen. Der Satz für Erwachsene wird dann von 399 auf 404 Euro erhöht, bestätigte das Bundesarbeitsministerium von Andrea Nahles (SPD). Angesichts der guten Wirtschaftslage erscheint diese Zunahme jedoch Weiter lesen

  • Beschlossen, aber nicht abgesegnet

    Kommentar zum Tarifeinheitsgesetz von Hannes Koch Das Gesetz zur Tarifeinheit löst Unbehagen aus. Zwar haben Union und SPD es mit mehr als zwei Dritteln der Stimmen des Bundestages beschlossen. Doch selten waren die Argumente gegen ein Vorhaben der Regierung so gewichtig. Ein Beleg dafür: Selbst einige der großen Arbeitnehmer-Organisationen wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die Gewerkschaft Weiter lesen

  • Der Untergrund bewegt sich

    Kommentar zur Vermögensverteilung von Hannes Koch In der Steuerpolitik tut die gegenwärtige Bundesregierung nichts. Dass dies ein Fehler mit langfristig gefährlichen Auswirkungen sein könnte, belegen die neuen Zahlen zur Verteilung der Vermögen in Deutschland. Den reichsten zehn Prozent der Bundesbürger gehören über zwei Drittel aller Privatvermögen im Lande, schätzt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Weiter lesen

  • „Prekäre Beschäftigte haben kaum profitiert“

    Der katholische Betriebsseelsorger Erwin Helmer über die Streiks bei Amazon und die Lage der Arbeitnehmer Hannes Koch: Als katholischer Betriebsseelsorger unterstützen Sie die Streiks beim Versandhändler Amazon. Der Konflikt wird heftiger, das Unternehmen lenkt nicht ein. Sehen Sie eine neue Kampfbereitschaft der Beschäftigten? Erwin Helmer: Bei Amazon ist es schwierig, die gespaltene Belegschaft zu organisieren. Weiter lesen

  • Arbeitsministerin gegen kleine Gewerkschaften

    Bundesregierung beschließt umstrittenes Gesetz, das Streiks durch die Hintertür einschränkt Deutschland ist kein Land, das ständig von Streiks lahmgelegt wird. Selten rufen Gewerkschaften ihre Mitglieder dazu auf, nicht zu arbeiten und Firmen unter Druck zu setzen. So haben sich 2013 gerade einmal 60.900 Arbeitnehmer an Ausständen beteiligt – 0,25 Prozent der sozialversicherten Beschäftigten. Trotzdem beschließt Weiter lesen

  • Zwiespältige Zukunft für Tengelmann-Personal

    Edeka will die Supermärkte von Kaiser's Tengelmann übernehmen. Gewerkschaft kritisiert Edeka-Schikanen gegenüber Beschäftigten und Betriebsräten Der Streit im Edeka-Center in dem kleinen Ort nördlich von Hannover ist vorläufig beigelegt. Die Inhaberin des Lebensmittelmarktes willigte ein, für die kommenden drei Jahre tarifliche Löhne zu garantieren. Vorher bekamen neueingestellte Arbeitskräfte teilweise nur neun Euro brutto statt der Weiter lesen

  • Städte fordern sieben Milliarden Euro

    Bund und Länder sollen zahlen. Aus eigener Kraft könnten viele Kommunen der Falle nicht entkommen, sagt der Städtetag Mindestens sieben Milliarden Euro bräuchten die Städte und Gemeinden pro Jahr mehr, um zu einer stabilen Situation zurückzukehren. Diese Zahl nannte der Deutsche Städtetag am Montag in Berlin. Die Organisation der Kommunen bezieht damit ihre Position, um Weiter lesen

  • Bahnverkehr nach dem Streik noch eingeschränkt

    Die Fronten zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) und der Bahn sind weiterhin verhärtet. Der Ausgang des Konflikts ist so offen wie nie. Die Fahrgäste der Deutschen Bahn müssen sich auch nach dem Ende der ersten Streiknacht von Dienstag auf Mittwoch noch bis zum Mittag auf Verspätungen einstellen. So lange dauert es nach Angaben des Weiter lesen

  • „Wir machen keinen unbefristeten Ausstand“

    Im Interview: GDL-Chef Claus Weselsky Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) hat sich für einen Arbeitskampf entschieden. Bahnkunden müssen sich auf eine lange Auseinandersetzung einstellen. GDL-Chef Claus Weselsky will hart bleiben. Der 55-jährige Sachse ist seit 2008 Chef der ältesten Gewerkschaft Deutschlands. Frage: Herr Weselsky, die GDL-Mitglieder sind mit einer großen Mehrheit für den Arbeitskampf. Wie Weiter lesen

  • Frauen haben halb so hohes Einkommen wie Männer

    Die Summe aller Einkünfte von Frauen beträgt nur 50 Prozent dessen, was die Männer erwirtschaften, sagt das DIW Obwohl ähnlich viele Frauen wie Männer in Deutschland arbeiten, erzielen sie in der Summe nur das halbe Einkommen. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie des Ökonomen Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). 27,5 Millionen Weiter lesen

  • Mehr Geld nach Westen

    Kommentar zur Armut von Hannes Koch Für Städte wie Bonn, Köln, Frankfurt/M. oder Bielefeld sind die Ergebnisse der neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ernüchternd. Viele Bürger und Politiker dort glauben, dass es ihnen gutgeht. Und doch ist Armut erschreckend verbreitet – wenn man die im Vergleich zu den Einkommen hohen Lebenshaltungskosten einbezieht. Weiter lesen

  • Besonders Städte leiden unter Armut

    Ballungsgebiete mit einem hohen Anteil armer Bevölkerung sollten mehr Fördergelder erhalten, erklärt das Institut der deutschen Wirtschaft Für eine Änderung des Länderfinanzausgleichs plädiert das Institut der deutschen Wirtschaft. Nicht mehr Ostdeutschland als Ganzes, sondern benachteiligte Städte in Ost und West sollten künftig in den Genuss der Förderung kommen, so das arbeitgebernahe Institut aus Köln. Die Weiter lesen

  • Die Kaufkraft der Arbeitnehmer steigt wieder

    Jahrelang mussten die Arbeitnehmer in Deutschland Kaufkraftverluste hinnehmen. Jetzt steigen die Löhne wieder stärker als die Preise. Doch wie soll es weitergehen? Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten dazu: Ist 2014 ein Jahr mit einem kräftigen Lohnzuwachs? Die Kaufkraft der Arbeitnehmer steigt in diesem Jahr wieder, zum Teil sogar deutlich. Nach Berechnungen der Bundesvereinigung Weiter lesen

  • „Die Zahl der Pflegefälle wird steigen“

    Ökonomin Kochskämper vom IW Köln begründet, warum später mehr Menschen Hilfe brauchen Hannes Koch: Sie nehmen an, dass die Kosten der Pflege ab 2020 massiv steigen. Was sind die Ursachen? Susanna Kochskämper: Bis 2020 wächst die Zahl der über 65-Jährigen in Deutschland um eine Million auf 18 Millionen Menschen. Und dann gehen die sogenannten Babyboomer Weiter lesen