Kategorie: Wirtschaft

  • „Die Bankentrennung ist eine halbherzige Aktion“

    Regierung sollte Banken vorschreiben, Risikogeschäfte zu verringern, so Finanzprofessorin Schrooten Hannes Koch: Die Bundesregierung will Banken verpflichten, ihre Geschäfte aufzuspalten, um sie sicherer zu machen. Wie soll das funktionieren? Mechthild Schrooten: Die Idee ist, große Banken in Holding-Gesellschaften zu verwandeln, die unter einem gemeinsamen Dach getrennte Geschäftsfelder betreiben. Zum Einen wäre dies das traditionelle Bankgeschäft… Weiter lesen

  • Besser als nichts

    Kommentar zur Bankentrennung von Hannes Koch Die Bundesregierung hat aus der Finanzkrise seit 2007 gelernt. In Kooperation mit anderen Staaten bemühen sich Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble, den Finanzinistituten engere Grenzen zu setzen. Ihr Gesetzentwurf zur Bankentrennung ist nun das jüngste Vorhaben. Trotzdem scheint fraglich, ob das Problem damit gelöst wird. Die Trennung innerhalb der… Weiter lesen

  • Auftrag der Bürger, nicht der Banken

    Schäubles Vorhaben der Bankentrennung Menschen sind lernfähig, Regierungen auch. Deshalb zieht Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nun eine weitere Konsequenz aus der Finanzkrise, die uns seit 2007 zu schaffen macht. Er schlägt dem Bundestag nichts weniger vor, als Institute wie die Deutsche Bank und die Commerzbank in zwei Teile aufzuspalten – in risikoarme und risikoreiche Geschäfte. Damit… Weiter lesen

  • Euroland ist nicht abgebrannt

    Kommentar zum WEF in Davos von Hannes Koch Zu den erfreulichen Erkenntnissen des diesjährigen Weltwirtschaftsforums in Davos gehörte, dass die Pessimisten des vergangenen Jahres nicht recht behalten haben. Unter anderem US-Ökonom Nouriel Roubini prognostizierte damals, dass Euroland bald zerbrechen werde. Doch weder Griechenland noch Portugal mussten austreten. Die Gemeinschaft der Eurostaaten hat sich als stabil… Weiter lesen

  • Lernen und Kennenlernen in Davos

    Was passiert beim Weltwirtschaftsforum hinter dem Vorhang? Auskunft geben ein Sozialunternehmer, ein Unternehmensberater und der Chef von dm Mit der Drahtseilbahn fährt man aus der Welt heraus nach oben. Auf 1900 Meter über dem Skiort Davos liegt das Hotel Schatzalp, erbaut 1899, erwähnt im Zauberberg von Thomas Mann. In der Jugendstil-Lobby steht ein Telefonvermittlungsschrank aus… Weiter lesen

  • Die Wahl zwischen Wachstum und Stabilität

    WEF Davos: IWF-Vizedirektor beklagt mangelnde Regulierung der Banken Die Macher des World Economic Forums (WEF) waren trickreich, als sie das Veranstaltungsmotto „Widerstandsfähige Dynamik“ wählten. Soll dieser Titel doch andeuten, dass fünf Jahre nach Ausbruch der großen Finanzkrise die Stabilität des Finanzsektors zurückgekehrt und gleichzeitig höheres Wirtschaftswachstum möglich seien. Am Mittwoch, dem ersten Tag des diesjährigen… Weiter lesen

  • „Die große Stagnation wird nicht kommen“

    Davos 2013: US-Ökonom Barry Eichengreen über die neue globale Rolle des Euro und die Angst vor der Wachstumsschwäche Hannes Koch: Herr Eichengreen, das Weltwirtschaftsforum in Davos diskutiert, wie es nach dem großen Schock weitergeht. Europa scheint auf dem Weg der Besserung. Besteht jetzt die Gefahr, dass die Krise erneut in den USA zuschlägt? Barry Eichengreen:… Weiter lesen

  • Optimismus der Manager lässt nach

    Die Sorge um die Wachstumsschwäche treibt die Chefs internationaler Unternehmen um. Managerumfrage der Unternehmensberatung PwC anlässlich des WEF in Davos Die Vorstandsvorsitzenden deutscher Unternehmen schauen im europäischen Vergleich am hoffnungsvollsten in die nähere Zukunft. 31 Prozent nehmen an, dass ihr Unternehmen im laufenden Jahr wächst. Dagegen rechnen nur 22 Prozent der befragten Firmenchefs in Westeuropa… Weiter lesen

  • Japanisches Geld für deutschen Ökostrom

    Netzfirma Tennet gewinnt japanischen Konzern, um Stromleitungen in der Nordsee zu finanzieren Die Energiewende kommt einen Schritt voran. Die japanische Mitsubishi Corporation, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Autokonzern, wird 576 Millionen Euro in Stromleitungen zu vier Windparks auf der Nordsee investieren. Dies gab am Mittwoch das Unternehmen Tennet bekannt, das für den Bau verantwortlich… Weiter lesen

  • "Politiker können solche Großprojekte nicht kontrollieren"

    Das Interview Öffentliche Großprojekte enden häufig in einem finanziellen Fiasko. Warum das so ist, weiß Martin Schlegel. Der 55-jährige Bauingenieur kennt beide Seiten. Am Frankfurter Flughafen war er für den Ausbau als Auftraggeber verantwortlich. Heute ist er Vorstand der Oberhausener Heine Bau-AG und Präsident des Bauindustrieverbands Nodrhein-Westfalen. Die Korrespondenten: Warum laufen die Kosten von Großprojekten… Weiter lesen

  • Mehr Produktion oder gutes Leben

    Neuorientierung im Bundestag: Bruttoinlandsprodukt bald nicht mehr einziger Indikator für Wohlergehen Ein erstaunlicher Prozess läuft gegenwärtig im Deutschen Bundestag in Berlin ab. Gemeinsam stellen Abgeordnete aller politischen Richtungen das herrschende Wirtschafts- und Wohlstandsmodell in Frage. Die kritische Prüfung der Entwicklung seit dem Zweiten Weltkrieg findet statt in der Enquetekommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“. Mittlerweile liegen Teile… Weiter lesen

  • Die Sehnsucht nach der guten Bank

    Goldman Sachs-Aussteiger Greg Smith beschreibt den Kulturverfall der Wallstreet Das allwöchentliche Meeting der Praktikanten bei Goldman Sachs in New York: Die 20jährigen werden durch die Mangel gedreht. Die Bank will wissen, was die „intelligentesten Studenten der Welt“ draufhaben, die alle einen Job an der Wallstreet wollen. „Microsoft – was empfehlen wir? Kaufen? Verkaufen?“ will der… Weiter lesen

  • Banken sollen flüssig bleiben

    Internationale Aufseher einigen sich auf schärfere Vorschriften für künftige Geldreserve der Finanzinstitute. Einführung aber erst allmählich bis 2019 Die internationalen Bankenaufseher ziehen eine weitere Konsequenz aus der Finanzkrise. Ab 2015 müssen die Banken neu definierte Reserven an schnell verfügbaren Mitteln nachweisen, damit sie Krisen aus eigener Kraft überstehen können. Allerdings werden die höheren Liquiditätsvorschriften 2015… Weiter lesen

  • „Beihilfe zur Überschuldung Griechenlands“

    Wirtschaftsethiker Wettstein über das Verhalten der Bank Goldman Sachs. Verleihung des Schmähpreises „Public Eye“ Hannes Koch: Herr Wettstein, die als wirtschaftsfreundlich bekannte Universität St. Gallen in der Schweiz kritisiert jetzt Unternehmen wie die Bank Goldman Sachs scharf. Wie kam es dazu? Florian Wettstein: Unser Institut für Wirtschaftsethik vertrat schon immer kritische Positionen. Dieses Engagement passt… Weiter lesen

  • Vorwürfe gegen Unternehmen

    Anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos vergeben die Kritiker ihren Negativpreis Alle Bürger weltweit können ab sofort per Internet auswählen, welches Unternehmen sie für das unsozialste und unökologischste des Globus halten. Sieben Konzerne stehen zur Auswahl – unter anderem die Bank Goldman Sachs, das britische Sicherheitsunternehmen G4S, der Ölkonzern Shell, die Bergbaufirma Lonmin aus Südafrika und… Weiter lesen

  • Kaum Angst vor Rezession in den USA

    Deutsche Firmen und Ökonomen: Auswirkung der US-Haushaltskrise begrenzt Auf den riesigen Parkplätzen von BMW im US-Werk Spartanburg werden in den ersten Monaten des Jahres 2013 vielleicht mehr Neuwagen auf Käufer warten als heute. Aber mit einem starken Einbruch von Verkauf und Produktion in den USA rechnet die deutsche Autoindustrie nicht. Auch viele Ökonomen in Deutschland… Weiter lesen

  • Auf die richtige Mischung kommt es an

    Serie "Familie und Wirtschaft" Teil 5 Den kleinen Sohn betreuen und trotzdem weiter den Beruf ausüben – diese Kombination war für Industriemechaniker Holger Hönig möglich. Mit seinem Arbeitgeber, der metallverarbeitenden Firma Rasselstein GmbH im rheinland-pfälzischen Andernach, vereinbarte er ein ausgeklügeltes Teilzeitmodell. Drei Werktage blieb er zu Hause, an zwei Tagen arbeitete er während der Frühschicht… Weiter lesen

  • Familie ist auch ein Wirtschaftsfaktor

    Serie "Familie und Wirtschaft" Teil 1 Wenn Heiligabend die Kerzen am Weihnachtsbaum erleuchten, schart sich immer seltener eine  klassische Familie mit zwei Eltern und Kindern dazu. Das traditionelle Lebensmodell ist auf dem Rückzug, auch wenn jungen Menschen die lebenslange Partnerschaft und die gemeinsame Erziehung und Betreuung von Kindern weiter zu ihren wichtigsten Lebenszielen zählen. Doch… Weiter lesen