Kategorie: Wirtschaft

  • Entspannung, bitte

    Kommentar zum Wachstum von Hannes Koch Die gute Nachricht lautet: Die deutsche Wirtschaft wächst. Seit Jahresbeginn immerhin um 1,4 Prozent. Diese Dynamik ist in einem alten Industrieland wie Deutschland überdurchschnittlich und deshalb ein Anlass zu Optimismus. Deshalb: Jetzt bitte keine Panik. Auch, wenn das Wachstum im zweiten Quartal mit nur noch 0,1 Prozent weit hinter Weiter lesen

  • Das Oligopol brechen

    Ab 2012 soll eine europäische Ratingagentur Bewertungen für verschuldete Staaten herausgeben Der Ruf der mächtigen Ratingagenturen hat gelitten. Auch beim deutsch-französischen Gipfel zur Schuldenkrise kommt die Kritik an den Bewertungsfirmen zur Sprache. Die gute Nachricht: Wenn alles glatt geht, bekommt das Oligopol der drei beherrschenden Agenturen ab 2012 eine europäische Konkurrenz. Bisher tragen die Urteile Weiter lesen

  • Der Preis lohnt sich

    Brauchen wir Eurobonds? Pro von Hannes Koch Gemeinsame Staatsanleihen aller Euro-Staaten wären ein Mittel, um die Angriffe der globalen Privatinvestoren abzuwehren und die Schuldenkrise zu lindern. Bisher verkauft jeder Euro-Staat eigene Staatsanleihen, um seine Verschuldung zu finanzieren. Deshalb fällt es den Investoren leicht, die Zinsen für ein Land nach dem anderen in die Höhe zu Weiter lesen

  • Weniger Soziales, höhere Steuern

    Brauchen wir Eurobonds? Contra von Wolfgang Mulke Die Folgen einer gemeinschaftlichen Haftung kennt man aus Wohngemeinschaften. Wenn sich alle ohne besondere Regeln um den Abwasch kümmern sollen, bleibt er schnell liegen, weil es immer gute Gründe gibt, etwas anderes zu tun. Genau diese Gefahr birgt die Gemeinschaftshaftung für den Euro. Die hohe Kreditwürdigkeit Frankreichs und Weiter lesen

  • Bleibt das Königsrecht für den Euro auf der Strecke?

    Die Verpflichtungen aus dem Rettungsschirm für die Währung könnten den Bundestag auf lange Sicht entmachten Das Parlament kontrolliert die Regierung. Das kann sie traditionell am besten über die Haushaltspolitik. Die Abgeordneten bestimmen, wofür wie viel Geld ausgegeben werden darf. Das macht das Etatrecht seit Jahrhunderten zum Königsrecht des Parlamentarismus. Mit der so genannten Magna Charta Weiter lesen

  • Der Kampf gegen die Spekulanten

    Weitere Länder verbieten Leerverkäufe Weitere Länder verbieten Leerverkäufe von Finanzaktien, um massive Angriffe von Hedgefonds und Banken abzuwehren. Leerverkäufe sind eines der vielen Instrumente, mit denen Spekulanten an den Finanzmärkten handeln oder auch seriöse Vermögende ihr Depot zeitweilig gegen Verluste absichern. Wie diese Geschäfte funktionieren, zeigt ein Beispiel: Ein Investor glaubt an fallende Kurse, ein Weiter lesen

  • „Man sollte nicht ins fallende Messer greifen“

    Nachgefragt Der Analyst und Währungsexperte Folker Hellmeyer (49) von der Bremer Landesbank fordert ein globales Vorgehen der Regierungen gegen die Krise Frage: Sollen Anleger an den Börsen jetzt kaufen oder verkaufen? Folker Hellmeyer: Die Anleger sollten nicht ins fallende Messer greifen. Zwar ist der starke Kurseinbruch an den Börsen schwer nachzuvollziehen, weil die Unternehmensergebnisse gut Weiter lesen

  • Gefahr einer nachhaltigen Trendwende

    Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Börsengeschehen Bricht für mutige Anleger jetzt eine gute Zeit für Schnäppchen am Aktienmarkt an? Wie sich die Börsenkurse weiter entwickeln, ist völlig offen. Analysten warnen vor einem Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt. Selbst wenn sich die Kurse kurzzeitig wieder erholen sollten, droht aufgrund der gekippten Stimmung an den Märkten ein Weiter lesen

  • Wenn Amerika kein Geld mehr hat

    Die wichtigsten Fragen und Antworten zur US-Schuldenkrise Können die Amerikaner wirklich pleite gehen? Die USA haben im ersten Weltkrieg eine Schuldenobergrenze eingeführt, damit die Ausgaben der Regierung nicht ausufern. Heute liegt die Linie bei 14,3 Billionen Dollar. Das Limit ist bereits erreicht worden. Wenn die Grenze nicht per Gesetz angehoben wird, was schon häufig geschehen Weiter lesen

  • Hilfe ja, Geld nein

    Unternehmen wollen erst investieren, wenn die Rahmenbedingungen verlässlich sind Die Bundesregierung will die wirtschaftliche Entwicklung in Griechenland gemeinsam mit den deutschen Unternehmensverbänden unterstützen. Finanzielle Hilfen schloss Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) allerdings aus. „Wir brauchen kein zusätzliches Geld, sondern mehr Investitionssicherheit“, sagte der Minister im Anschluss an ein Treffen mit den wichtigsten Verbandsvertretern aller Branchen in Weiter lesen

  • Mehr Zuckerbrot als Peitsche

    Die Euro-Länder bauen den Rettungsschirm stark aus. Das sind die wichtigsten Punkte der Einigung: Griechenland wird finanziell geholfen Die Hellenen sind bald rund 20 Prozent ihrer Schulden von 340 Milliarden Euro los. Dafür sorgen ein zweites Rettungspaket sowie der Umtausch von Staatsanleihen durch private Banken. Das Paket umfasst 110 Milliarden Euro. Mit einem Teil des Weiter lesen

  • Trotz Aufschwung weniger Lohn

    Vor allem Niedrigverdiener mussten im letzten Jahrzehnt kräftige Einbußen hinnehmen / Forderung nach Mindestlöhnen wird lauter Bei den Arbeitnehmern ist die gute wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre nicht angekommen. Das ergab eine Auswertung der Einkommensentwicklung durch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Danach mussten die Niedriglohngruppen sogar heftige Einbußen bei der Kaufkraft hinnehmen. Bereinigt um Weiter lesen

  • Zu wenig für zu viele

    Kommentar Die Lohnentwicklung in Deutschland sollte Anlass zum Umdenken sein. Denn die Reformen am Arbeitsmarkt, so sinnvoll sie im Grundsatz auch waren, zeitigen eine unerwünschte Nebenwirkung. Es sind zwar viele neue Jobs entstanden und die Arbeitsmarktstatistik fällt so gut aus wie schon sehr lange nicht mehr. Doch der Preis ist für viele Betroffene hoch. Immer Weiter lesen

  • Die Woche der Entscheidung für den Euro

    Am Donnerstag wollen die Euro-Regierungen eine langfristige Lösung für Griechenland finden An diesem Donnerstag treffen sich die 17 Regierungschefs der Euro-Zone zum Krisengipfel. Am Ende des Tages soll ein langfristig wirksames Rettungspaket für Griechenland stehen. „Das ist Neuland“, verteidigte Angela Merkels Sprecher Steffen Seibert die immer wieder neuen Versuche, eine unkontrollierte Reaktion der Finanzwelt auf Weiter lesen

  • „Wir investieren in unsere eigene Zukunft“

    Die Eurozone werde über die Schuldenkrise hinwegkommen, sagt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Interview. Die Politik müsse „den Spielraum für spekulative Manöver der Märkte verengen“ Hannes Koch: Herr Schäuble, Ihre Stellung in Regierung und Öffentlichkeit ist viel besser als vor einem Jahr. Woran liegt das? Wolfgang Schäuble: Natürlich freut man sich mehr über gute Umfragewerte als Weiter lesen

  • Eine Währungsreform ist extrem unwahrscheinlich

    Im Gegensatz zur Reichsmark vor 1948 und der DDR-Mark bis 1990 ist der Euro stabil Die Schuldenkrise verschärft sich. Die Verteidigung des Euro wird teurer. Müssen sich die Bürger deshalb in letzter Konsequenz Sorgen um ihre Vermögen machen, kann es zu einer Währungsreform mit hohen Verlusten kommen? Was ist eine Währungsreform? Nach dem Zweiten Weltkrieg Weiter lesen

  • „Der Euro ist die Nummer eins“

    Die Wogen an den Finanzmärkten schlagen weiterhin hoch. Der Chefanalyst und Währungsexperte der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer (49), hält die Ausgabe von Eurobonds für den richtigen Weg aus der Krise. Frage: Es wird immer teurer, den Euro zu schützen. Worauf müssen sich die Steuerzahler noch einstellen? Hellmeyer: Der Euro ist das Beste, was wir je Weiter lesen

  • „Drei bis fünf Prozent Rendite sind drin“

    Immobilienkredite werden künftig nicht mehr so günstig zu haben sein, sagt Erik Nothhelfer. Der Vorsitzende des Regionalverbands Süd des Immobilienverbands Deutschland (IVD) erklärt im Gespräch, warum sich Wohnungen als Kapitalanlage dennoch rentieren. Mandy Kunstmann: Herr Nothhelfer, die Europäische Zentralbank hat den Leitzins gerade wieder angehoben – auf 1,5 Prozent. Bedeutet das ein Ende der Niedrigzinsen? Weiter lesen