Kategorie: Wirtschaft
-
Der Weg zum neuen Atomkonsens
Wie die Bundesregierung ihr Atommoratorium durch schärfere Sicherheitschecks nachträglich legitimiert In ihrer Atompolitik hat die schwarzgelbe Bundesregierung gegenwärtig ein dickes Problem. Als Reaktion auf die Katastrophe von Fukushima haben die Führungen von CDU, CSU und FDP in einer Hauruck-Aktion sieben alte Atomkraftwerke abschalten lassen. Dieses politische „Moratorium“ ist juristisch fragwürdig, sagen viele Experten. Mittels neuer Weiter lesen
-
Selbst Managerinnen haben Bürgerrechte
Kommentar zur Frauenquote von Hannes Koch Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist weiblich. Der Anteil der Chefinnen in großen deutschen Unternehmen dagegen beträgt drei Prozent. Aus diesem Gegensatz kann man nur schließen, dass die historisch bedingte Benachteiligung von Frauen immer noch wirkt. Der berufliche Aufstieg wird ihnen zum Teil verwehrt. Klingt altmodisch? Die Frauenbewegung Weiter lesen
-
Großunternehmen wollen mehr Chefinnen
DAX-Konzerne sagen Bundesregierung zu, mehr Frauen in Führungspositionen einzustellen. Arbeitsministerin Von der Leyen sieht „Licht und Schatten“ Noch in diesem Jahr wollen die 30 größten deutschen Aktiengesellschaften neue Ziele für ihren künftigen Frauenanteil in Vorständen und Aufsichtsräten veröffentlichen. Das sagten die Personalvorstände der DAX-30-Unternehmen am Mittwoch der Bundesregierung zu. Mehrere Ministerinnen hatten in den vergangenen Weiter lesen
-
Freiwilligkeit statt Quote für Managerinnen
CDU-Arbeitsministerin Von der Leyen rückt von gesetzlicher Festlegung des 30-Prozent-Ziels für Frauen in Firmenvorständen ab. Neue Selbstverpflichtung der Wirtschaft soll es richten Im Januar noch plädierte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen für eine gesetzliche Frauenquote bei Führungskräften. Einen Anteil von 25 bis 30 Prozent brachte die CDU-Ministerin ins Gespräch – und erregte den Widerspruch der Weiter lesen
-
„Die kritische Masse erreichen“
Aufsichtsrätin Frauke Vogler plädiert für die Frauenquote in Führungspositionen der Wirtschaft Hannes Koch: Frau Vogler, Sie sitzen im Aufsichtsrat des Solarherstellers Q-Cells. In diese Führungsposition haben Sie es aus eigener Kraft geschafft. Wieso plädieren Sie trotzdem für eine gesetzliche Quote, die die Besetzung von leitenden Posten mit Frauen vorschreiben würde? Frauke Vogler: Heute nutzen die Weiter lesen
-
Euro-Rettung gegen Steuersenkung
Weil die portugiesische Regierung wackelt, verschärft sich die Euro-Krise wieder. 2013 muss Deutschland in den Rettungsfonds einzahlen. Ab Donnerstag EU-Rat in Brüssel Die Euro-Krise ist noch nicht zu Ende. Sie zu überwinden, kostet auch Deutschland demnächst einige Milliarden. Dies sind die beiden Botschaften, mit denen die Bundesregierung beim heute (Donnerstag) in Brüssel beginnenden Europäischen Gipfel Weiter lesen
-
Das Feuer bannen statt bändigen
Der komplette Atomausstieg bis 2020 ist möglich. Aber auch Erdöl und Kohle können wir bis 2050 ersetzen, sagt Energieforscher Jürgen Schmid Politiker sind frei, radikale Entscheidungen zu treffen. Auch wenn sie gerne auf die scheinbaren Grenzen verweisen, die ihr Handeln vermeintlich einengen. Ein gutes Beispiel für die Macht, die Volksvertreter in dieser komplizierten Welt trotz Weiter lesen
-
„Diese Sünde sollten wir nicht begehen“
Vor dem Euro-Gipfel warnt Wirtschaftsweiser Christoph Schmidt vor weiteren Milliarden-Hilfen zugunsten verschuldeter Staaten. Merkels Pakt für Wettbewerbsfähigkeit sei unrealistisch Koch: Kurz vor dem Euro-Gipfel haben Rating-Agenturen die Kreditwürdigkeit Griechenlands, aber auch Spaniens herabgestuft. Die Euro-Krise könnte in ihre nächste Runde gehen. Was raten Sie Bundeskanzlerin Angela Merkel – soll Deutschland verschuldete Euro-Staaten mit noch mehr Weiter lesen
-
Gaddafis Benzin in deutschen Autos
Tankstellenkette HEM gehört Libyen / Am Freitag wird die EU-Sanktionen gegen Unternehmensbeteiligungen des Regimes verhängen Viele Autofahrer in Deutschland füllen dem libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi ohne ihr Wissen die Kriegskasse. Denn mit jedem Liter Sprit an den Tankstellen der Marken HEM und Tamoil landet ein wenig mehr Gewinn als dem Ölgeschäft in seinem Imperium. Die Weiter lesen
-
Flexibilität oder Ausbeutung
Kommentar zu guten und schlechten Jobs von Hannes Koch Sicher ist nicht immer gut, unsicher nicht immer schlecht. Viele Menschen leben lieber schnell und wandelbar als langsam und beständig. Möglicherweise nimmt der Anteil des zweitens Typs sogar zu. Jedenfalls kann man aus der wachsenden Zahl irregulärer Jobs, den das IAB-Institut der Bundesagentur für Arbeit vermeldet, Weiter lesen
-
Fast jeder zweite Job ist anormal
Rund 45 Prozent der deutschen Erwerbstätigen arbeiten auf flexiblen, modernen Stellen. 55 Prozent haben normale Vollzeitarbeitsplätze. Warnung vor Spaltung des Arbeitsmarktes Etwa 55 Prozent der deutschen Erwerbstätigen arbeiten noch auf Stellen, die früher als „normal“ galten – unbefristet, sozialversichert, Vollzeit, staatlich nicht alimentiert. Die übrigen 45 Prozent der Beschäftigten haben Arbeitsplätze, die irgendwie flexibel und Weiter lesen
-
Der dreifache Staatsbankrott kommt
Besuch bei Schäuble: Für Griechenland, Irland und Portugal prognostiziert US-Bestseller-Ökonom Kenneth Rogoff die baldige Staatspleite. Auch Spanien sei nicht weit davon entfernt Wie viele angelsächsische Gelehrte hält Kenneth Rogoff witzige Vorträge mit hübschen Anekdoten. „Was sollen wir nur gegen die gigantischen Staatsschulden unternehmen?“, sei er kürzlich von Besuchern eines Vortrages gefragt worden, erzählte der US-Wirtschaftsforscher. Weiter lesen
-
Die Deutschen verdienen zu wenig
Ausnahmsweise einig: Wirtschaftsforscher aller Strömungen raten zu Lohnsteigerungen von durchschnittlich drei Prozent in 2011. Bezahlung im deutschen Dienstleistungssektor liegt unter dem europäischen Durchschnitt Ökonomen ermuntern die deutschen Arbeitnehmer und Gewerkschaften, mehr Lohn zu verlangen. Erhöhungen um drei Prozent pro Jahr würden die Wirtschaft nicht schädigen, sondern seien im Gegenteil sinnvoll, sagen sowohl unternehmens- wie gewerkschaftsnahe Weiter lesen
-
Atomarer Mittelweg
Kommentar zur Atom-Klage von Hannes Koch Die Klage gegen die längeren Atomlaufzeiten vor dem Bundesverfassungsgericht hat keine schlechten Aussichten – soweit sich das in juristischen Dingen überhaupt prognostizieren lässt. Sollten die klagenden Bundesländer Recht bekommen, wäre dies aber nicht nur eine Niederlage für die Bundesregierung, sondern auch eine Chance, den gesellschaftlichen Frieden wiederherzustellen. Fünf Länder Weiter lesen
-
Die Länder fühlen sich übergangen
Gegen die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken reichen fünf Landesregierungen, sowie SPD und Grüne Verfassungsklage in Karlsruhe ein Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat beschlossen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. Dagegen klagen beim Bundesverfassungsgericht nun fünf Bundesländer, sowie die sozialdemokratischen und grünen Abgeordneten des Bundestages. Wer klagt genau? Es sind die Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen Weiter lesen
-
Inflation ist noch keine große Gefahr
Inflation I: Durch weltweites Wachstum und zu großen Geldnachschub steigen die Preise. Doch Ökonomen sind optimistisch, dass die Inflation im Rahmen bleibt Nicht immer ist Politik so erfolgreich wie in diesem Fall. Seit 30 Jahren haben die Regierungen der westlichen Industriestaaten versucht, die Inflation niederzudrücken – und es ist ihnen gelungen. Neuerdings aber hat das Weiter lesen
-
Mit wenigen Ausnahmen stabile Preise
Inflation II: Die Verbraucherpreise für Benzin, Strom, Gas und Lebensmittel steigen spürbar. Die meisten anderen Waren verteuern sich aber kaum Der Blick auf die Preisanzeigen der Tankstellen jagt Autofahrern in diesem Tagen einen Schrecken ein. Weit über 1,50 Euro kostet der Liter Superbenzin bereits, auch der Dieselpreis ist jenseits der Marke von 1,40 angelangt. Der Weiter lesen
-
Der Inflation ein Schnippchen schlagen
Inflation III: Die steigende Inflation kann das private Vermögen bedrohen. Was sollten Privatanleger wissen? In der nächsten Zeit wird die Inflationsrate wahrscheinlich nicht dramatisch steigen – aber sie zieht an. Für dieses Jahr rechnen viele Ökonomen mit einer Preissteigerungen von durchschnittlich zwei Prozent, 2012 etwas mehr. Weil wir aber aus einer Zeit sehr niedriger Inflation Weiter lesen