Kategorie: Wirtschaft

  • Steuerliche Grauzone hat Bürger 12 Milliarden Euro gekostet

    Bundestag setzt Untersuchungsausschuss zu Steuersparmodell ein. Grüne und Linke wollen klären, warum die Politik dem nicht früher einen Riegel vorschob. Bis zu zwölf Milliarden Euro soll der Schaden zulasten der deutschen Steuerzahler betragen. „Damit hätten wir zehn Jahre lang 24.000 Lehrer zusätzlich beschäftigen können“, sagte Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag. Auf seine Weiter lesen

  • „Trägheit gefährdet die Zukunft“ der Industrie

    Hiesige Unternehmen würden zu wenig Geld investieren, um ihre Anlagen zu modernisieren, analysiert das DIW. Industriekonferenz bei Wirtschaftsminister Gabriel Die deutsche Industrie erweckt den Eindruck, in gutem Zustand zu sein. Die Gewinne fließen in vielen Firmen reichlich, deutsche Produkte sind auf den Weltmärkten gefragt, die Arbeitsplätze erscheinen sicher, und die Löhne steigen. Manche Ökonomen stellen Weiter lesen

  • Neues Verfahren bei Firmenfusionen?

    Tengelmann-Edeka Weil Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Übernahme der Tengelmann-Supermärkte durch Edeka genehmigt hat, wollen die Grünen im Bundestag nun die sogenannte Ministererlaubnis reformieren. Mit diesem Verfahren hatte sich Gabriel unlängst über ablehnende Beschlüsse des Bundeskartellamtes und der Monopolkommission hinweggesetzt. Eine „einzelne Person“ solle nicht alleine eine derart kontroverse Entscheidung fällen dürfen, argumentieren die grünen Weiter lesen

  • „Die Bürger wollen im Alter nicht von Robotern versorgt werden“

    Soziologie-Professor Klaus Dörre spricht über die Folgen des technischen Fortschritts für Arbeit und Beschäftigte. Die vierte industrielle Revolution ist das Hauptthema des diesjährigen Weltwirtschaftsforums in Davos. Hannes Koch: Sie sind Professor für Soziologie an der Universität Jena. Zu Ihrem Berufsbild gehört es, sich anspruchsvolle Gedanken zu machen. Ist auch Ihre Tätigkeit in Gefahr, im Zuge Weiter lesen

  • Diskussion über Abschaltung aller Kohlekraftwerke

    Ab 2018 sollen die Anlagen nach und nach geschlossen werden, rät Denkfabrik Agora. Umweltministerin Hendricks positiv, Wirtschaftsminister Gabriel skeptisch Dem Atomkonsens soll der Kohlekonsens folgen: Die Berliner Organisation Agora Energiewende hat am Montag ein Konzept für die planmäßige Abschaltung der deutschen Kohlekraftwerke bis 2040 vorgelegt. Braunkohle-Tagebaue sollten nicht mehr erweitert und keine Anwohner umgesiedelt werden, Weiter lesen

  • Solar-Genossenschaften nehmen die Hürde

    Fünf Bürgerfirmen erhalten den Zuschlag, um große Solaranlagen zu bauen. Das Bündnis Bürgerenergie hält seine Kritik am neuen Ausschreibungsverfahren aber aufrecht. Erstmals haben jetzt Genossenschaften und Privatleute bei einer Ausschreibung für Solarparks in Deutschland den Zuschlag erhalten. Mit dem neuen Verfahren will die Bundesregierung den Zubau von Photovoltaikanlagen kanalisieren, damit die Energiewende nicht zu teuer Weiter lesen

  • Licht aus Kreuzberg

    Mobisol liefert kleine Solarkraftwerke für die netzlose Stromversorgung nach Ostafrika Dieser Raum soll einen Eindruck vermitteln, wie Menschen in Tansania leben. In dem nachempfundenen Wohnzimmer stehen ein rotes Sofa mit Deckchen und ein Tisch, ein Jesusbild und ein Regal mit Töpfen hängen an der Wand. Außerdem gibt es einen Flachbildfernseher, eine kleine Musikanlage, eine elektrische Weiter lesen

  • USA als Beispiel

    Kommentar zur US-Zinserhöhung von Hannes Koch Die erste Zinserhöhung durch die US-Notenbank seit fast zehn Jahren zeigt, dass die USA ökonomisch auf dem Weg der Besserung sind. Die langwierigen Auswirkungen der Finanzkrise seit 2007 scheinen dort einigermaßen überwunden. Fed-Chefin Janet Yellen glaubt deshalb, dass sie den US-Firmen und Arbeitnehmern bald wieder normal hohe Zinssätze zumuten Weiter lesen

  • Vorteile für Europa durch US-Zinserhöhung

    Der Kurs des Dollar im Verhältnis zum Euro könnte steigen. Hiesige Unternehmen und Arbeitnehmer profitieren. Für Europa und Deutschland könnte die Erhöhung des US-Leitzinses leicht positive Auswirkungen haben. „Hiesige Unternehmen werden dadurch konkurrenzfähiger“, sagte Gustav Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie in Düsseldorf. Die Exporte aus Deutschland in den Dollar-Raum könnten damit steigen, wodurch auch Weiter lesen

  • Nach dem Atom- kommt der Kohle-Konsens

    Umweltministerin Hendricks deutet das Ende der „Energiegewinnung mit Kohle, Gas und Öl“ an. Regierung bereitet einen Klimaschutzplan bis 2050 vor. Reaktion auf die Konferenz von Paris Als Konsequenz aus der Klimakonferenz von Paris hat Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) einen neuen deutschen Aktionsplan für Klimaschutz angekündigt, der bis zum Jahr 2050 reicht. Das Bundeskabinett werde den Weiter lesen

  • Investieren ohne Waffen und Atom

    Das Forum Nachhaltige Geldanlage verleiht erstmals sein Siegel an öko-soziale Wertpapierfonds, die Privatanlegern offenstehen Privaten Kapitalanlegern, die ihr Vermögen mit gutem Gewissen investieren wollen, steht eine neue Orientierungshilfe zur Verfügung. Am Dienstag verlieh das Forum für Nachhaltige Geldanlagen (FNG) erstmals sein Siegel für Publikumsfonds. 34 Misch-, Aktien- und Rentenfonds aus der Schweiz, Österreich, den Niederlanden Weiter lesen

  • Besser als Nichtstun

    Macht die Europäische Zentralbank das Richtige? Ja, sagt Hannes Koch Zum Glück haben wir die Europäische Zentralbank. Ohne die Politik ihres Präsidenten Mario Draghi wäre es um Europa und den Euro schlechter bestellt. Grundsätzlich macht er eine plausible, erfolgreiche Geldpolitik. Indem die EZB den Banken und Fonds bis zum März 2017 große Mengen Staatsanleihen abkauft, Weiter lesen

  • Die Privathaushalte zahlen drauf

    Tut die Europäische Zentralbank das Richtige? Nein, sagt Wolfgang Mulke Die vielbeschworene Gefahr einer Abwärtsspriale bei den Preisen besteht derzeit gar nicht. Dass Unternehmen oder Privatleute nicht genug investieren, hat andere Gründe. Es fehlt den Firmen an Wachstumsperspektiven, den Menschen in anderen Euro-Ländern an sicheren Jobs. Erst wenn die Rahmenbedingungen für auf Pump finanzierte Ausgaben Weiter lesen

  • Ausweg in die Zukunft

    Kommentar zur RWE-Aufspaltung von Hannes Koch Während in Paris die Welt-Klima-Konferenz stattfindet, zieht RWE in Essen Konsequenzen. Der Konzern will sich in zwei Teile aufspalten – in die klimaschädlichen, fossilen und die klimafreundlichen, erneuerbaren Energien. Nach E.ON und Vattenfall plant damit ein weiteres großes Strom-Unternehmen, die alte Zeit hinter sich zu lassen. Der Grund ist Weiter lesen

  • Sicher ohne Kohle

    Vor der Klima-Konferenz von Paris kündigt die Allianz einen teilweisen Rückzug aus Investitionen in die Kohle-Industrie an Rund vier Milliarden Euro will die Allianz-Versicherung aus der klimaschädlichen Energieerzeugung abziehen. „Die Allianz steigt aus der Kohle aus“, sagte Andreas Gruber, der Chefinvestor des Finanzkonzerns in der ZDF-Sendung Frontal21 am Dienstagabend. „Wir werden nicht mehr in Bergbau- Weiter lesen

  • Neuer Untersuchungsausschuss zu Steuerspar-Modell

    Linke und Grüne wollen das Gremium im Bundestag gegen die Koalition durchsetzen Ein neuer Untersuchungsausschuss soll im Bundestag Steuersparmodelle aufklären, die den Staat während der vergangenen Jahre Milliarden Euro gekostet haben. Darauf verständigten sich die Fraktionen von Grünen und Linken. Sie wollen den Untersuchungsausschuss gegen den Willen der Koalition aus Union und SPD durchsetzen. Der Weiter lesen

  • „Kein Bedarf, den Mindestlohn zu ändern“

    Wirtschaftsweiser Peter Bofinger rät davon ab, die gegenwärtige Lohnuntergrenze für Flüchtlinge zu durchlöchern. Die Kosten der Zuwanderung seien verkraftbar. Hannes Koch: Eine Million Zuwanderer kommt dieses Jahr nach Deutschland, vielleicht eine weitere Million 2016. Kann der Sachverständigenrat eine ökonomische Kosten-Nutzen-Rechnung aufmachen? Peter Bofinger: Nein, gegenwärtig liegen zu wenige Informationen beispielsweise über die Qualifikationen der Flüchtlinge Weiter lesen

  • „Verbraucherschützer sollten im Aufsichtsrat sitzen“

    Als Reaktion auf den VW-Skandal plädiert Wirtschaftsethiker Ulrich Thielemann für eine demokratische Unternehmensverfassung Hannes Koch: Volkswagen hat Kunden, Bürger und Politik mit falschen Abgas- und Verbrauchswerten betrogen. Ähnliche Skandale während der vergangenen Jahrzehnte deuten daraufhin, dass kriminelles Vorgehen gängige Unternehmenspolitik ist. Was kann man gegen diese problematische Firmenkultur tun? Ulrich Thielemann: Viele Manager verhalten sich Weiter lesen